Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neustadt Wind wirbelt überall trockenen Ackerboden auf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Wind wirbelt überall trockenen Ackerboden auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:08 23.04.2019
Trockener Ackerboden wird von den kräftigen Ostwinden aufgewirbelt. Das Foto entstand am Dorfrand bei Dreetz Richtung Giesenhorst. Quelle: Matthias Anke
Anzeige
Dreetz

Wüstenstaat Brandenburg: Trockener Ackerboden wird allerorten von den an diesem Dienstag kräftigen Winden aus Ost-Südost aufgewirbelt. Besonders in Straßennähe ist das nicht ganz ungefährlich.

Kraftfahrern durch die Region bietet sich überall das gleiche Bild: Sand verweht, ob am Dorfrand von Dreetz in Richtung Giesenhorst oder bei Kyritz-Blechernhahn.

Anzeige

Zudem in höheren Luftschichten auch noch Sahara-Sand im Anmarsch

Und nicht nur das. Denn in viel höheren Luftschichten wird es laut der Wetterprognose am Mittwoch nun auch noch sandig. Es ist Sahara-Staub, der bis Mitteleuropa getragen wird. Ein Phänomen, das hin und wieder auftaucht und dazu führt, dass die Sonne milchig erscheint.

Derweil blicken die Landwirte am Boden erwartungsvoll auf jede Wolke, die etwas Regen bringen könnte.

Landwirtschaft befürchtet das Schlimmste

Detlef Peter, Chef der Agrargenossenschaft „Rhinluch“ aus Dreetz, der am Dienstag mit seinen Leuten und vier großen Wassertanks als Reserve für die Feuerwehrleute bei einem Waldbrand in Dreetz zur Seite stand: „Es ist verrückt. Erst war es absolut zu nass, dann wurde es voriges Jahr viel zu trocken“, erinnert er sich: „Das waren aber also andere Voraussetzungen. Wenn es jetzt schon so anfängt und so weitergeht, endet das doch katastrophal.“

Schon voriges Jahr im Juli sagte Detlef Peter der MAZ: „Ich bin seit 1978 mit kurzer Unterbrechung hier im Betrieb, doch so etwas habe ich noch nie erlebt.“

Von Matthias Anke