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Ostprignitz-Ruppin „Notlösung“ für kaputte Bahnen sorgt für Chaos
Lokales Ostprignitz-Ruppin „Notlösung“ für kaputte Bahnen sorgt für Chaos
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02:15 09.02.2017
In Neuruppin kamen am Montag noch Züge an – wenngleich oftmals mit einer Verspätung von 20 Minuten oder noch mehr. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Für ratlose Reisende und verärgerte Fahrgäste hat die Deutsche Bahn am Montag mit der Einstellung des Zugverkehrs auf der Linie des Prignitz-Expresses RE 6 zwischen Berlin und Hennigsdorf sowie zwischen Wittstock und Wittenberge gesorgt. Zudem fuhren auch die Züge von und nach Neuruppin nur unregelmäßig. Folge: In vielen Fällen verdoppelte sich die Fahrtzeit.

Bahnsprecher: Die Sicherheit hat oberste Priorität

Grund sei zum einen eine Störung beim Kuppeln eines Fahrzeugs am Morgen in Wittstock gewesen, weshalb dieser Zug nur mit erheblicher Verspätung in Neuruppin eintraf und deshalb nicht weiter Richtung Hennigsdorf fuhr, sondern Reisende auf den nächsten regulären Zug gen Berlin warten mussten. Zum anderen habe es auch noch eine Signalstörung in Velten (Oberhavel) gegeben, sagte Bahnsprecher Ingo Priegnitz. Er entschuldigte sich bei allen Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten, verteidigte aber zugleich die Vorgehensweise der Bahn. „Die Sicherheit hat oberste Priorität“, betonte Priegnitz.

Ausgelöst wurde die teilweise chaotische Situation dadurch, weil die Bahn alle zwölf Triebwagen, die sonst zwischen Wittenberge, Pritz­walk, Wittstock, Neuruppin und Berlin verkehren, vorsichtshalber zu einer Sonderuntersuchung in die Werkstatt schickt. Grund: Ende Januar war an zwei Zügen im Bereich des Dieselmotors Rauch aufgetreten. Ein Zug war deshalb auf Höhe Falkensee (Havelland) angehalten worden, 87 Passagiere wurden in Sicherheit gebracht (die MAZ berichtete).

Bahn sucht nach Ersatzzügen

„Wir schauen uns die Züge jetzt noch einmal genau an und nehmen dafür auch Engpässe in Kauf“, sagte der Bahnsprecher. Den Schienenersatzverkehr zwischen Wittstock und Wittenberge sowie zwischen Berlin und Hennigsdorf bezeichnete Priegnitz als eine „Notlösung“, die nicht befriedigend sei. Deshalb will die Bahn die aufpolierten Lint-Züge, die aus Nordrhein-Westfalen kommen, so schnell wie möglich auf der Strecke des Prignitz-Expresses einsetzen. Noch in dieser Woche wird der sechste von insgesamt 14 Lint-Triebwagen bei der Bahn erwartet. Ob der Zug bereits in dieser Woche zwischen Wittstock, Neuruppin und Hennigsdorf fahren kann, ist aber offen: Auch dieser Zug muss zuvor noch mal geprüft werden. Laut dem Bahnsprecher sind derzeit fünf Lint-Züge auf der Strecke im Einsatz. Parallel prüft die Bahn, ob sie von anderer Stelle geeigneten Ersatz für die derzeit fehlenden Wagen auf der Linie des Prignitz-Expresses finden kann. Diese Züge müssen aber auch schnell genug für die eingleisige Strecke sein und zudem zu den Bahnsteighöhen in der Region passen. Die Hanseatische Eisenbahngesellschaft (Hans) in Putlitz kann jedoch nicht helfen: Alle Züge sind bereits im Einsatz.

Viele Pendler sind genervt und verärgert

Viele Bahnpendler reagierten am Montag genervt und verärgert auf die Einschränkungen. Kamen sie doch dadurch zu spät zur Arbeit, zur Ausbildung oder zum Studium.

Betroffen von den Verspätungen waren auch Susen Wähner (2. v. l.) und Sebastian Zinke (l.). Die zwei Neuruppiner hatten am Mittag eine Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK). Quelle: Peter Geisler

Etwas entspannter zeigte sich Winfried Hohberg (78). „Das wundert mich schon, dass es mit der Bahn nicht klappt“, sagte der Wuthenower lediglich, der auf dem Weg nach Berlin war. Eigentlich sei die Bahnanbindung in die Hauptstadt toll, stimmte Manuela Uffelmann zu. Die gebürtige Neuruppinerin wollte am Montag nach Potsdam, um an ihrem freiem Tag mit einer Freundin das neue Museum Barberini anzuschauen. Der Zug in Neuruppin startete mit gut 20 Minuten Verspätung.

Von Andreas Vogel

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