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Ostprignitz-Ruppin "Ohne Auto geht es nicht"
Lokales Ostprignitz-Ruppin "Ohne Auto geht es nicht"
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19:14 17.09.2013
Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

MAZ: Worüber haben Sie das letzte Mal gelacht?

Sebastian Steineke: Über meine Kinder heute morgen. Eigentlich sogar mit ihnen.

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Wie lange mussten Sie für Ihr Wahlplakat-Foto üben?

Steineke: Also üben... Das hat insgesamt eine Dreiviertelstunde gedauert. Dabei sind aber über 250Fotos gemacht worden.

Angenommen, Sie haben die Macht: Was würden Sie als Erstes anpacken?

Steineke: Ja, ich würde mir wünschen, an einem Tag die Euro-Finanzkrise zu lösen. Das wäre sowohl für Deutschland als auch für Europa günstig.

Wie überzeugen Sie einen Nichtwähler, doch zur Wahl zu gehen?

Steineke: Das ist natürlich ein schwieriges Projekt. Aber wenn wir argumentieren, dass wir Angela Merkel weiter als Kanzlerin haben und die gute Entwicklung fortsetzen wollen, kann das gelingen. Ich will das Erreichte präsentieren und nicht nur das Negative darstellen. Darüber hinaus versuchen wir, Jugendliche über Online-Angebote zu erreichen.

Was wollen Sie für die Region im Bundestag bewegen?

Steineke: Die Themen, die wir von Anfang an besetzen. Also, die Bahnlinien und den öffentlichen Personennahverkehr erhalten. Bau der Autobahn A14 in der Prignitz, sechsspuriger Ausbau der A24. Ohne Auto geht es im ländlichen Raum nicht. Deshalb müssen wir versuchen, jetzt alle infrastrukturellen Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Denn 2019 enden der Solidarpakt und die zweite Förderperiode der EU. Was bis 2019 nicht gebaut ist, das kommt nicht mehr. Darüber hinaus sollen die Schulstandorte erhalten bleiben und der Ärztemangel behoben werden.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Steineke: (überlegt kurz) Im sportlichen Bereich ist es Max Schmeling – wegen seiner Anständigkeit und seiner Fairness. Für mich ist er der Sportsmann Nummer eins. Auch in schwierigen Zeiten ist er fair mit anderen Menschen umgegangen. Das ist in der Politik ebenfalls wichtig. Ja, und meine Eltern sind mir auch Vorbild: Mein Vater war als Diplom-Kaufmann zwar viel auf Reisen, aber er war immer da, wenn man ihn brauchte. Und meine Mutter war zu Hause und hat den Lebensmittelpunkt der Familie gebildet.

Was für ein Auto fahren Sie?

Steineke: Einen ganz profanen Opel Astra Caravan. Ein Familienauto eben, ein Gebrauchsgegenstand, an dem auch keine Kratzer stören.

Wer hat bei Ihnen zu Hause den Hut auf?

Steineke: Den Hut? Ich hoffe, dass wir uns den teilen. Ich arbeite auch zu Hause. Da teile ich mir mit meiner Frau die Arbeit.

Der Bund nimmt immer mehr Steuern ein. Wofür sollte das Geld verwendet werden? Nennen Sie drei Bereiche.

Steineke: Als Erstes für die Mütterrente. Dann natürlich für den Ausbau der Infrastruktur in der Region. Wir sollten das Geld nehmen und die A14 bauen, die A24 auf sechs Spuren erweitern und auch die B167 ausbauen. Und kommunale Bereiche sollten entlastet werden, etwa bei der Grundsicherung und der Eingliederungshilfe im Behindertenbereich. Das wäre für die Landkreise enorm wichtig. Sie ächzen jetzt bereits unter den Soziallasten.

Vollenden Sie bitte folgenden Satz: Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, denke ich ...

Steineke: ...an meine Familie und an den schönen Tag, der hoffentlich kommt.

Was würde sich für Sie ändern, wenn Sie in den Bundestag einziehen?

Steineke: Mein Lebensmittelpunkt würde Neuruppin bleiben. Man kann ja von Neuruppin täglich nach Berlin fahren. Ich wäre dann natürlich nicht mehr so viel bei meiner Familie, und als Rechtsanwalt könnte ich dann auch nicht arbeiten. Aber meine Wahlkreisbüros würde ich in Neuruppin und in Perleberg einrichten.

Interview: Andreas Vogel

Sebastian Steineke

Geboren wurde Sebastian Steineke am 19. Juni 1973 in Hamburg. In der Hansestadt ist er auch aufgewachsen.

Er ist evangelisch, verheiratet, wohnt in Neuruppin und hat zwei Kinder (ein und vier Jahre alt). Seine Frau arbeitet als Richterin am Amtsgericht Neuruppin. Haustiere hat der selbstständige Rechtsanwalt nicht.

Seit 2004 ist Sebastian Steineke Mitglied der CDU, seit 2008 wirkt er als sachkundiger Einwohner im Bau- und Wirtschaftsförderungsausschuss der Stadt Neuruppin mit.

Im CDU-Kreisvorstand arbeitet Steineke seit 2009 mit. Dort ist er Pressesprecher. Seit 2010 ist er zudem stellvertretender Vorsitzender im Neuruppiner CDU-Stadtverband. Im Kreistag ist Sebastian Steineke seit 2011, er ist dort Mitglied im Sozial- sowie im Petitionsausschuss.

Das größte Hobby ist für Sebastian Steineke die Politik. Auch auf den Sport hält er viel. Er hat mehr als 20 Jahre Fußball gespielt, läuft und spielt ebenfalls Tennis. Eine alte Verletzung am Knie sowie der Wahlkampf verhindern derzeit größere sportliche Aktivitäten.

Der Neuruppiner ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Soziales Neuruppin, des Verschönerungsvereines Neuruppin, des Eigentümervereins Haus und Grund Ostprig nitz-Ruppin. Außerdem arbeitet er im Deutschen Anwaltsverein.

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