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Ostprignitz-Ruppin Eltern holen Dänen-Rowdy ab
Lokales Ostprignitz-Ruppin Eltern holen Dänen-Rowdy ab
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07:16 16.01.2015
Die Polizei war am Dienstag schwer beschäftigt. Quelle: dpa
Neuruppin

Vier Dänen hielten am Dienstag die Polizei in Ostprignitz-Ruppin in Bewegung. Zunächst wurden zwei Männer in einem Supermarkt auffällig. Es folgten der Einbruch in ein Büro, Randale an Tankstellen, ein Verkehrsunfall unter Drogen und gar eine Zwangseinweisung für einen der Männer. Am Ende landeten zwei der Männer in einem Klinikum. Dort wurden sie am Donnerstag vernommen.

Die Polizei konnte mit Unterstützung des Deutsch-Dänischen Gemeinsamen Zentrums in Padborg die Identität der Vier klären. Es stellte sich heraus, dass alle bereits u.a. wegen des Konsums von Betäubungsmitteln polizeilich bekannt waren - in Fahndung stand jedoch keiner.

Aktuell so wurde nach den ersten Befragungen vermutet, waren die vier jungen Männer auf der Rückreise von Berlin nach Dänemark. Alle vier standen unter z.T. erheblichem Einfluss von Betäubungsmitteln, was ihr Verhalten erklären könnte, so die Polizei..

Vernehmung, Teil 1
Am späten Mittwochnachmittag wurden zunächst ein 24- und ein 26-Jähriger zu den Vorfällen befragt. Sie äußerten sich in unterschiedlichem Umfang zu den Vorwürfen. Nach Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Neuruppin wurden der 24-Jährige nach Erhebung einer Sicherheitsleistung wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und der 26-Jährige nach Erhebung einer Sicherheitsleistung wegen Fahrens unter Drogeneinfluss sowie ohne Fahrerlaubnis am späten Abend aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Sie durften mit Zustimmung des noch in Dänemark weilenden Besitzers des Peugeot mit dessen Wagen weiter fahren. Der 24-Jährige hat einen Führerschein.

Vernehmung, Teil 2
Am Donnerstag folgte dann die Vernehmung der anderen Beiden im Klinikum. Beide mussten aufgrund ihrer Aggressivität zeitweilig durch das Klinikpersonal auf ihren Liegen fixiert werden. Die zwei, ein 24- und ein 23-Jähriger, hatten zudem neben den am vorgestrigen Tag begangenen Straftaten in ihrer Heimat ihre Reisepässe als verloren bzw. gestohlen gemeldet. Das stimmte jedoch nicht, denn die Pässe wurden bei einer Durchsuchung bei ihnen aufgefunden und  beschlagnahmt.

Der 24-Jährige räumte die Vorwürfe im Wesentlichen ein. Gegenüber der Polizei gab er an, dass er nur die Verkaufsstelle gekotet hätte, weil sein Ruf nach einem Toilettengang kein Gehör fand.

Auch die Beteiligung am Unfall und die Sachbeschädigungen in Wittstock gab er zu.. Anschließend wurde ein so genannter Zustellbevollmächtigten benannt und der junge Däne konnte das Klinikum verlassen.

Zurück blieb ein 23-Jähriger. Dieser räumte die Vorwürfe ebenfalls im Wesentlichen ein. Einen bei ihm gefundenen Schlagring will er erst in Deutschland gekauft haben und die Beschädigung der Scheibe der Tankstelle erfolgte angeblich aufgrund eines Missverständnisses.

Das Krankenhaus durfte er noch nicht verlassen. Zu seinem Schutz, so hieße es, solle er solange im Krankenhaus bleiben, bis er abgeholt wird. Seine Eltern wurden verständigt. Auch hier wurde ein Zustellungsbevollmächtigter benannt. Dies ist wird beispielsweise in dem Fall beantragt, wenn ein Straftäter keinen festen Wohnsitz im Inland besitzt. Damit soll gewährleistet werden, dass das gegen ihn eingeleiteten Ermittlungsverfahrens fortgesetzt werden kann.

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