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Ostprignitz-Ruppin Ostprignitz-Ruppiner Wehr hilft beim Waldbrand
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ostprignitz-Ruppiner Wehr hilft beim Waldbrand
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17:03 27.08.2018
72 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis Ostprignitz-Ruppin versammelten sich am Montag an der Neuruppiner Feuerwache Süd-West, bevor sie zum Waldbrand bei Treuenbrietzen aufbrachen. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Die Temnitzer sind schon da. Und auch die Wittstocker und die Kyritzer. Die Neuruppiner sowieso. Es ist kurz vor 14 Uhr. Die Fläche vor dem Tor der Feuerwache Süd-West im Neuruppiner Gewerbegebiet füllt sich schnell an diesem Montag. Der große Zaun dahinter ist kaum noch zu sehen. Zu dicht sind die dunkelblauen Reihen der Brandschützer, die jetzt ruhig davorstehen. „Auf zur zweiten Runde“, sagt Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald zu den 71 Feuerwehrleuten. „Passt alle auf euch und eure Nachbarn auf.“ Dann setzt sich die Masse sich in Bewegung: Im leichten Trab geht es zu den 16 Einsatzfahrzeugen, die am Straßenrand stehen, mit denen zur Autobahn, und auf dieser nach Treuenbrietzen, wo seit Donnerstag ein verheerender Großbrand wütet.

Schon am Freitag im Einsatz bei Treuenbrietzen gewesen

Bereits zum zweiten Mal ist gestern Nachmittag die komplette Brandschutzeinheit „Waldbrand“ des Landkreises Ostprignitz-Ruppin nach Potsdam-Mittelmark abgefahren. Zum ersten Einsatz sind 73 Feuerwehrleute aus der Region dorthin am Freitag aufgebrochen. Von 18 Uhr abends bis 5 Uhr nächsten Tages haben sie die Flammen in dem Gebiet gelöscht, in dem seitdem mehrere hundert Hektar Wald brennen.

Explosionen im Einsatzgebiet

Der Einsatz sei kein Zuckerschlecken gewesen, berichtet Olaf Lehmann, Vize-Kreisbrandmeister von Ostprignitz-Ruppin. „Es war anstrengend – vor allem aber gefährlich für unsere Leute, weil der Boden dort stark munitionsbelastet ist.“ Tatsächlich kam es mehrfach in dem Löschgebiet zu Explosionen. Die Einsatzkräfte konnten teilweise nur am Rand das Ausbrechen der Flammen in weitere Bereiche unterbinden.

OPR-Team verhindert das Übergreifen der Flammen auf ein Dorf

Dennoch seien die Ostprignitz-Ruppiner am Ende zufrieden mit ihrer Mission gewesen, so Lehmann. Die Einheit sei nämlich in der Nähe des Dorfes Lindow im Einsatz gewesen. Dieses liegt südlich von Treuenbrietzen und nur etwa einen Kilometer von den Flammen im Wald entfernt. „Unsere Aufgabe war es, zu verhindern, dass das Feuer auf das Dorf übergreift. Wir haben es geschafft. Da fährt man mit einem gewissen Stolz wieder weg.“ Gelöscht haben die Feuerwehrleute dabei wegen der Munitionsgefahr nur von den Fahrzeugen aus.

Zwölf Stunden im Dauereinsatz

Wo sie beim zweiten Mal am Montag eingesetzt werden, weiß Lehmann noch nicht. Nur, dass die Schicht diesmal von 17 Uhr abends bis 5 Uhr morgens dauert. „Der Rest wird von der Einsatzleitung vor Ort entschieden. Wir sind dann sozusagen nur als Delegationsleiter dabei“, sagt Hohenwald.

Angst um die eigene Region

Trotz aller Hilfsbereitschaft für die Fast-Nachbarn, die der Kreisbrandmeister verkündet, sei es derzeit nicht einfach, in so großer Zahl aus der Region abzurücken. Zu groß sei die Angst, dass dann im eigenen Landkreis etwas passieren könnte. „Man fährt nicht wirklich mit einem guten Gefühl weg.“ Klar seien noch genügend Leute da, um im Fall eines Ernstfalls den Erstangriff zu bewältigen, sagt Lehmann. Viele mehr aber auch nicht. Und die Waldbrandgefahr sei immer noch nicht von der Hand zu weisen.

Gefahr durch Altmunition für die Feuerwehrleute

„Ich mache außerdem drei Kreuze, wenn nichts passiert und wir wieder alle heil nach Hause losfahren“, sagt der stellvertretende Feuerwehrchef. Denn die Gefahr, die von der Altmunition ausgeht, die in der Einsatzregion so zahlreich ist, sei ein ständiger Begleiter. „Bleibt wirklich alle in euren Abschnitten und lauft nicht herum“, wiederholt auch Hohenwald noch einmal vor dem Aufbruch.

Von Celina Aniol

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