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Ostprignitz-Ruppin Geflohener Häftling auf dem Weg nach Hause gefasst
Lokales Ostprignitz-Ruppin Geflohener Häftling auf dem Weg nach Hause gefasst
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20:52 01.05.2018
Maßregelvollzug Quelle: dpa-Zentralbild
Neuruppin

Schneller Erfolg: Der 31-Jährige, der am Sonntagabend aus dem Maßregelvollzug eines Fachklinikums in Teupitz (Dahme-Spreewald) geflohen war, ist gefasst. Fahndungskräfte der Polizeidirektion Nord in Neuruppin konnten den Mann, der als gewalttätig gilt, am Montag gegen 18.30 Uhr im Bereich Oberkrämer festnehmen, sagte Neuruppins Polizeisprecher Toralf Reinhardt am Abend.

Damit scheint sich die Vermutung bestätigt zu haben, dass der Mann, es soll sich um Gordon J. handeln, in seinen Heimatkreis Ostprignitz-Ruppin gelangen wollte. Nach MAZ-Informationen stammt er aus der Gemeinde Fehrbellin und hatte dort im Dezember Angehörige bedroht.

Mit Polizeihubschrauber gesucht

Eine Bestätigung dafür gab es jedoch weder von der Polizei noch vom Justizministerium, das für den Maßregelvollzug zuständig ist. Nach dem Mann war mit einem Polizeihubschrauber, Fährtensuchhunden und unter Einbeziehung der Bundespolizei gesucht worden.

Maßregelvollzug – was ist das?

Im Maßregelvollzug werden suchtkranke oder psychisch kranke Straftäter untergebracht.

Sie kommen nicht in ein Gefängnis.

Die Unterbringung hat unter anderem die Gefahrenabwehr und die Verbrechensverhütung zum Ziel.

Zudem soll erreicht werden, dass sich der Zustand des Patienten verbessert.

Festgenommen wurde er von den Polizeikräften, die ihn schon im Dezember festgesetzt hatten. J. befindet sich derzeit im Gewahrsam der Polizei in Oberhavel. Die Justiz muss nun entscheiden, ob J. erneut in den Maßregelvollzug oder in eine Haftanstalt eingewiesen wird.

J. soll selbst Angehörige massiv bedroht haben

J. war nach Polizeiangaben erst Anfang April vorläufig in das Fachklinikum eingewiesen worden. Hintergrund war ein Gerichtsbeschluss, verurteilt wurde er jedoch noch nicht. Der Mann hatte dem Beschluss zufolge aufgrund eines psychischen Ausnahmezustandes massiv Menschen in seinem Umfeld bedroht. Vermutet wird, dass er alkohol- und drogenabhängig ist.

Nicht der erste Ausbruch

Es ist laut Sozialministerium nicht das erste Mal, dass aus der betroffenen Fachklinik in Teupitz ein Maßregelvollzug-Patient ausgebrochen ist. „Im April 2011 gelang es einer Patientin, vom Geländer eines Außentreppenhauses auf die Zaunkrone zu springen und von dort nach außerhalb des Klinikgeländes.“

Seit 2012 habe es bis zum jetzigen Fall keine Ausbrüche aus brandenburgischen Maßregelvollzugskliniken mehr gegeben.

Von Andreas Vogel

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