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Ostprignitz-Ruppin Privater Autobahnbau soll 2018 beginnen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Privater Autobahnbau soll 2018 beginnen
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18:26 20.03.2018
Die A 24 soll zwischen Kremmen und Neuruppin völlig neu gebaut werden, allerdings nur wenig breiter als bisher. Es bleibt bei zwei Fahrspuren pro Richtung. Nur der Seitenstreifen wird etwas verbreitert. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Private Autobahnen? Wenn es nach dem Willen der SPD geht, soll es die in Deutschland nicht geben – zumindest nicht über das hinaus, was ohnehin schon beschlossen ist. Voraussichtlich im Mai will der Bundestag über den Plan abstimmen, eine Infrastrukturgesellschaft zu gründen, die sich um alle Autobahnen und viele Bundesstraßen kümmern soll. Dass sich private Geldgeber an der Gesellschaft beteiligen, lehnen die Sozialdemokraten ab.

Egal, wie die Abstimmung ausgeht: Auf den privat finanzierten Ausbau der A 24 zwischen Neuruppin und Kremmen und weiter über den nördlichen Berliner Ring bis zum Dreieck Pankow hat sie keinen Einfluss. Dieser Autobahnabschnitt soll offenbar trotzdem privat finanziert werden. Davon geht zumindest die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und
-baugesellschaft (Deges) aus.

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Mögliche Investoren haben 2016 alle Unterlagen erhalten

Der privat finanzierte Ausbau der A 10 und der A 24 bis Neuruppin gilt als eines der Lieblingsprojekte von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Die Deges – eine Tochterfirma des Bundes und der Bundesländer – hat das Vorhaben in den vergangenen Jahren deutlich vorangetrieben. Inzwischen läuft das Vergabeverfahren für das Projekt. „Die Vergabeunterlagen wurden den teilnehmenden Bietern im zweiten Halbjahr 2016 zur Angebotsbearbeitung übergeben“, bestätigt Deges-Sprecher Michael Zarth auf MAZ-Anfrage.

Bis Ende des Jahres haben die privaten Unternehmen Zeit, ein Angebot für den Ausbau und Betrieb des knapp 70 Kilometer langen Autobahnteilstücks von Neuruppin bis zum Dreieck Pankow abzugeben. „Am Ziel, die Vergabe Ende 2017 durchzuführen und im Jahr 2018 mit dem Bau zu beginnen, halten wir fest“, sagt Zarth. Vier Jahre soll der Ausbau dauern und bis 2022 abgeschlossen sein. Den Vertrag mit den privaten Investoren will der Bund für insgesamt 30 Jahre schließen; so lange müssen sich die Firmen um den Betrieb und Unterhalt der Autobahn kümmern und werden dafür vom Bund bezahlt.

Der Seitenstreifen der A 24 wird auf 3,75 Meter verbreitert

Die nördliche A 10 soll auf sechs Fahrspuren erweitert werden. Für die A 24 ist nur ein Neubau mit 3,75 Meter breitem Seitenstreifen vorgesehen, der bei besonders viel Verkehr als Fahrbahn freigegeben werden kann. Die A 24 ist bis Neuruppin rund 31 Meter breit und würde etwa zwei Meter breiter werden.

Von Reyk Grunow