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Ostprignitz-Ruppin Programm für Wittstocker Filmwoche steht fest
Lokales Ostprignitz-Ruppin Programm für Wittstocker Filmwoche steht fest
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00:54 17.10.2014
Viola Terzijska, Eberhard Albert und Petra Fastenrath (v.l.) haben jetzt unter 20 Vorschlägen das Siegerplakat ausgesucht.
Viola Terzijska, Eberhard Albert und Petra Fastenrath (v.l.) haben jetzt unter 20 Vorschlägen das Siegerplakat ausgesucht. Quelle: Uta Köhn
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Wittstock

Ein Trabi kommt ins Bild gefahren. Vorn auf dem Nummernschild steht "DEFA". Innen drin sitzen ein FDJ-ler mit Pionierhalstuch, das Sandmännchen, das Leipziger Messemännchen und am Steuer sitzt Erich Honecker höchstpersönlich. Hinter dem Fahrzeug sieht man die Sonnenstrahlen, wie sie einst das Emblem der Freien Deutschen Jugend zierten und im Vordergrund ist eine große Eintrittskarte abgebildet. Und wenn man genau hinguckt, sieht man, dass das Auto auf einem Filmstreifen fährt.

So sieht es aus, das Plakat für die 4.Wittstocker Filmwoche. Entworfen hat es Maria Burova. Sie war im vorigen Jahr Austausschülerin am Wittstocker Gymnasium und ist längst wieder zurück in Wolgograd, in ihrer russischen Heimat. "Sie hat die typischen Symbole der DDR so hervorragend in einem Plakat zusammengefasst, als hätte sie die DDR-Zeit persönlich erlebt", staunt Petra Fastenrath vom Kulturamt der Stadtverwaltung über die künstlerische Leistung der jungen Russin.

Eine russische Austauschschülerin hat das Plakat entworfen. Quelle: Uta Köhn

Petra Fastenrath, der Dossower Eberhard Albert und Kinobetreiberin Viola Terzijska haben Marias Arbeit als Werbeplakat für die diesjährige Kinowoche ausgewählt, die vom 18. bis zum 23. November stattfindet.

Das Motto der Filmwoche in diesem Jahr: "Damals war's". Und damit ist schon klar, worum sich nach der schwedischen Kinowoche vor drei Jahren, nach der russischen Filmwoche vor zwei Jahren und der französischen Filmwoche im vergangenen Jahr in der diesjährigen Kinowoche dreht: um Streifen aus der oder über die vor 24 Jahren untergegangene DDR.

Filme in der Filmwoche

Dienstag, 18. November:

  • 8.30 und 9 Uhr: „Mauerbrockenbande"
  • 11 Uhr: „Systemfehler“
  • 11.15 Uhr: „Westwind“
  • 18 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „Vorhang auf – Film ab. Kino und Kindheit im 20. Jahrhundert“
  • 18.30 Eröffnung der Filmwoche, anschließend „Berlin-Ecke Schönhauser“

Mittwoch, 19. November:

  • 10 Uhr: Spatzenkino „Dornröschen“,
  • 14 Uhr: „Karbid und Sauerampfer“,
  • 19 Uhr: „Leichensache Zernik“.

Donnerstag, 20. November:

  • 8.30 und 9 Uhr: „Moritz in der Litfasssäule“
  • 11 Uhr: „Jan und Jana“,
  • 19 Uhr: „Herzsprung“.

Freitag, 21. November:

  • 17 Uhr: Premiere der vier Filme des Workshops des Wittstocker Gymnasiums
  • 19 Uhr „Mädchen in Wittstock“ und „Wittstock-Wittstock“.

Sonntag, 23. November:

  • 15 Uhr: „Das singende, klingende Bäumchen“,
  • 17 Uhr „Beschreibung eines Sommers“,
  • 19 Uhr Auszeichnung „Blühende Fassaden der Stadt Wittstock“

Der Eintritt kostet zwischen 3,50 Euro und 6 Euro.

Marias Arbeit entstand als eine von 20 Arbeiten innerhalb der Medienwoche am Gymnasium kurz vor Ende des vorigen Schuljahres. "Die diesbezügliche Zusammenarbeit mit dem Gymnasium klappt hervorragend", freut sich Eberhard Albert. Diese Plakate sollen demnächst in diversen Wittstocker Schaufenstern aufgehängt werden.

Das dreiköpfige Organisationskomitee hat unterdessen auch festgelegt, welche Filme vom 18. bis 23. November im Kino Astoria gezeigt werden. Beratend zur Seite stand ihm dabei "Filmernst" - das Kompetenzzentrum für Schulkinofilme in Brandenburg und der Filmverband Brandenburg.

In der Woche wird der Kinderfilm "Das singende klingende Bäumchen" (Defa 1957) gezeigt. Die Langzeitdokumentation von Volker Koepp "Mädchen in Wittstock" (Defa 1974/75) und "Wittstock-Wittstock" (1996/97) gehört ebenso dazu wie der knallharte Krimi "Leichensache Zernik", der auf einem realen Fall aus dem Jahr 1948 beruht.

Die Organisatoren haben auch Filme ausgesucht, die lange nach Ende der DDR-Zeit gedreht wurden, darunter den Jugendfilm "Systemfehler" von 2013. Und neben den beiden Wittstock-Filmen gibt es mit dem Spielfilm "Herzsprung" aus dem Jahr 1992 einen weiteren Beitrag, der unmittelbar vor Ort gedreht wurde. Regisseurin Heike Misselwitz und Statisten aus Herzsprung werden zur Filmaufführung kommen.

Weitere Akteure werden erwartet: die Schauspieler Ernst-Georg Schwill und Christel Bodenstein, die Regisseure Helmut Nitzsche und Volker Koepp und der Schirmherr, der frühere ORB-Intendant Hansjürgen Rosenbauer, der mit dem Bürgermeister die Filmwoche eröffnen wird.

Von Uta Köhn

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