Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Radfahrerunfall bleibt ungelöst
Lokales Ostprignitz-Ruppin Radfahrerunfall bleibt ungelöst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:52 08.01.2018
Der Unfall ist an der Kreisstraße zwischen Zühlen und Rheinsberg passiert.
Der Unfall ist an der Kreisstraße zwischen Zühlen und Rheinsberg passiert. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Rheinsberg

Was ist dem Radfahrer zugestoßen, bevor er schwer verletzt und bewusstlos in einem Straßengraben zwischen Rheinsberg und Zühlen gefunden wurde? Das bleibt auch knapp ein Jahr nach dem Vorfall ungewiss. Zwar haben sich nach einem zweiten Zeitungsbericht zwei Zeugen bei der Polizei gemeldet, die unabhängig voneinander von zwei Holzlastern berichteten. Diese sollen zum fraglichen Zeitpunkt Anfang Februar vergangenen Jahres auf der Kreisstraße gefahren sein, an der auch der damals 57-jährige Mann aus Berlin mit seinem Fahrrad unterwegs war.

Doch trotz der umfangreichen Ermittlungen der Polizei, die auch sämtliche in Frage kommenden Unternehmen und Fahrer von Holzlastern befragt hatte, konnten die Beamten nicht herausfinden, was an der Straße genau passiert ist, berichtet Ariane Feuerbach, Sprecherin der Polizeidirektion Nord. Auch der zuerst nicht vernehmungsfähige Mann, der nach dem Unfall ins künstlichen Koma versetzt wurde, konnte bei seiner späteren Vernehmung keine verwertbaren Hinweise auf den Hergang der Ereignisse liefern. Er habe sich nicht daran erinnern können, was mit ihm passiert ist, so die Polizeisprecherin. Auch die Verletzungen haben keine Anhaltspunkte gegeben, wie und ob überhaupt der Fahrradfahrer mit einem Fahrzeug zusammengestoßen ist.

Die Polizei geht dennoch davon aus, dass die Holzlaster bei dem Unfall eine Rolle gespielt haben. Es sei aber eben nicht ganz klar, ob es bei einem Überholmanöver mit einem zu geringen Abstand zu dem Radfahrer zu einem Zusammenstoß kam oder ob der Mann durch den Luftzug, der durch die großen Fahrzeuge entstanden ist, gewissermaßen eingesogen und so gegen einen Teil des Wagens gestoßen wurde. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat das Verfahren am Ende eingestellt, weil der Täter nicht ermittelt werden konnte, sagt Oberstaatsanwalt Jürgen Schiermeyer.

Die Kreisstraße zwischen Rheinsberg und Zühlen ist aufgrund der vielen Hügelkuppen unübersichtlich. Der Radfahrer hat dennoch vermutlich genau diese genutzt, obwohl direkt daneben ein Fahrradweg verläuft. Das liegt unter Umständen daran, dass der Radweg zum Zeitpunkt des Unfalls nicht geräumt war.

Von Celina Aniol