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Ostprignitz-Ruppin Rathaus soll im Sommer 2020 bezugsfertig sein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rathaus soll im Sommer 2020 bezugsfertig sein
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13:10 11.07.2019
Von den Gebäuden auf dem Innenhof musste das Fachwerk fast vollständig entfernt werden. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Das Rathaus am Marktplatz in Wusterhausen ist immer noch eingewickelt wie ein übergroßes Stück Konfekt. Was hinter den langen weißen Planen geschieht, bleibt der Öffentlichkeit verborgen. Sicherheit geht vor. Wo gebaut wird, gelten ihre strengen Regeln. Und die verbieten Außenstehenden zu viel Nähe.

Wann die Verhüllung an der Rathaus-Baustelle fällt, steht noch nicht fest. Quelle: Wolfgang Hörmann

Ausnahmen bestätigen allerdings auch hier die Regel, so, wie allerorten in Brandenburg am 11. Mai. Das war der „Tag der Städtebauförderung“. In Wusterhausen nutzten viele Besucher die Chance, Am Markt 1 mal hinter den Vorhang zu gucken. Die meisten dürften nicht schlecht drüber gestaunt haben, was alles dazu gehört, um den Verwaltungsbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in eine Stätte der Dienstleistung für die Bürger zu machen, die den heutigen Ansprüchen genügt.

Seitdem hat sich schon wieder einiges getan. Melanie Füllgraf, Fachkoordinatorin Bauen in der Gemeindeverwaltung, ist mit der MAZ auf eine Extratour durch das staubige Haus gegangen. Hier ist der Innenausbau mittlerweile in vollem Gange.

Aus dem Arbeitszimmer des Bürgermeisters wird das Trauzimmer. Quelle: Wolfgang Hörmann

Zum Teil gibt es schon eine gänzlich neue Raumaufteilung. So wird die ehemalige Arbeitsstätte des Bürgermeisters zum Trauzimmer. Es soll, wie das gesamte Rathaus, größtenteils barrierefrei sein.

Schacht führt durch den früheren Tresorraum

Dazu trägt auch ein Aufzug bei. Der Schacht dafür führt durch den einstigen Tresorraum, der über Jahrzehnte daran erinnerte, dass im Haus bis 2001 auch die Sparkasse ihr Domizil hatte.

Kabelstränge in allen Etagen zeugen vom Stand der Elektroinstallation, Rohre in dafür vorgesehenen Schächten von der Profession der Heizungsinstallateure. Für die Ausführung der Arbeiten in allen Gewerken sind bisher mehr als 20 Lose vergeben worden.

Maurer Dennis Vogel zieht mit einer Schablone die Konturen eines der Gesims an der Hofseite des Hauptgebäudes nach. Quelle: Wolfgang Hörmann

Zum Zuge kommen auch Firmen aus der Region wie die Wusterhausener Tischlerei Opitz, die bereits alle neuen Fenster eingebaut hat und Türen samt Rahmen aufarbeitet, das Unternehmen Eluh und demnächst auch die Sicherheitsfirma Alsitec, beide aus Kyritz. Wesentliche Leistungen im Bauhaupt-Gewerk erbringen Männer von der Uni-Bau Gesellschaft aus Neuruppin.

An drei Viertel des Hauptgebäudes war bis zum 10. Juli der Außenputz erneuert. Auf der Hofseite zogen an diesem Tag Dennis Vogel und Dirk Salzsieder mit Hilfe von Schablonen die Gesimse unter den Fenstern in Form. Im Inneren wurde gerade eine Wand zum Brandschutz gezogen.

Melanie Füllgraf, Fachfrau fürs Bauen im Rathaus, am Schacht für den Aufzug. Er soll vom Erdgeschoss bis ins oberste Stockwerk führen. Quelle: Wolfgang Hörmann

Beim Blick in Richtung Dachkonstruktion fielen neu eingezogene Sparren und Balken auf. „Der Zustand der wichtigsten Holzteile war größtenteils so schlecht, dass nur noch Austausch helfen konnte“, sagt Melanie Füllgraf. Das habe zu erheblichem Zeitverzug geführt und zu Mehrkosten von etwa 900.000 Euro.

Der Rückzug der Gemeindeverwaltung aus der ehemaligen alten Schule zum Marktplatz erfolgt deshalb deutlich später als ursprünglich vorgesehen. Er ist für den Sommer 2020 geplant.

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Von Wolfgang Hörmann

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