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Rheinsberg Strafanzeige wegen 184 verschwundener Infotafeln
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01:15 03.05.2019
Das touristische Leitsystem ist in Rheinsberg verschwunden. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

184 Hinweistafeln, die in Rheinsberg gebündelt an elf Standorten standen, sind verschwunden. Nicht mehr da sind auch drei große Landkarten, die Gästen der Stadt zur Orientierung dienen sollen. Sven Alisch geht davon aus, dass sie vor Ostern unberechtigter Weise abgebaut wurden. Der Rheinsberger Ortsvorsteher hat bei der Polizei deswegen Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Alisch geht davon aus, dass die Schilder, die zu einem vor über einem Jahrzehnt erstellten touristischen Leitsystem gehören, über 100.000 Euro gekostet haben. Sie seien zum Teil gefördert worden. Es haben sich aber auch mehrere Dutzend Unternehmen an dem Projekt beteiligt, die die einzelnen Tafeln aus eigener Tasche bezahlt haben.

Alisch: „Rechte Dritter verletzt“

„Es ist eine Riesensauerei: Es sind Vermögenswerte beseitigt und Rechte Dritter verletzt worden“, sagt Alisch. Er unterstellt, dass es die Rheinsberger Verwaltung war, die die Schilder beseitigt hat. Seiner Ansicht nach hätte sie das aber nur in Absprache mit den Eigentümern und den Stadtvertretern tun dürfen.

Vize-Bürgermeister Daniel Hauke und Tourismusmanagerin Sigune Schmidt-Ulbrich wollen sich mit dem Hinweis auf das laufende Verfahren nicht äußern. „Mir ist momentan ein Fehler seitens der Stadt aber nicht bekannt“, ergänzt Hauke. Er kündigt an, dass sich die Verwaltung mit dem Thema beschäftigen wird. Erst vor Kurzem teilte die Stadt mit, sie sei dabei, den Schilderwald in Rheinsberg zu lichten.

Von Celina Aniol

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