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Rheinsberg Rücktritt wegen Rathausbaustelle
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18:30 08.01.2019
Die Stadtvertreter sollen den Baustopp am Rathaus aufheben, fordert der zurückgetretene Bauexperte. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Dass der Baustopp auf der Rheinsberger Rathausbaustelle immer noch besteht, dafür hat Uwe Langer überhaupt kein Verständnis. Sein Ärger darüber geht sogar so weit, dass der berufene Bürger im Bauausschuss Anfang dieser Woche zurückgetreten ist – „schweren Herzens“, wie er sagt. Alles andere könne er mittlerweile aber nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren.

Seit Monaten gegen den Baustopp plädiert

Seit Langem fordert der Bauingenieur, der sich in seinem Büro mit Stadt- und Gebäudeplanung sowie Projektbetreuung beschäftigt und sachverständiger für Bauschäden ist, dass die Arbeiten auf der Baustelle im vollen Umfang wieder aufgenommen werden. Bereits im August hatte er deshalb einen detaillierten offenen Brief an die Stadtvertreter gerichtet, weil er den Baustopp wegen der angeblichen, von ihm aber bestrittenen Bauschäden und wegen der dadurch entstehenden Kosten, die er auf 100 000 Euro pro Monat beziffert, für nicht gerechtfertigt befand. Daraufhin sah sich der seinerzeit von der SPD für den Posten als berufener Bürger vorgeschlagene Langer Vorwürfen und Verdächtigungen ausgesetzt, die ihm „absurd“ erschienen. Er blieb trotzdem dabei.

100 000 Euro monatlich wegen des Baustopps

Erst nachdem die Stadtvertreter es nicht wie erhofft schafften, in der letzten Dezembersitzung über den Rathausbau abzustimmen, platzte ihm der Kragen. Denn zum einen lag zu diesem Zeitpunkt das Gutachten vor, dass die Schäden auf der Baustelle auf 6000 Euro beziffert – für Langer ein Grund, spätestens da einzusehen, dass die Stadtvertreter mit dem verordneten Baustopp verkehrt lagen. Zum anderen versteht der langjährige berufene Bürger nicht, warum die Fraktionen SPD, CDU und Linke den BVB/Freie Wähler-Mann Jürgen Scheigert für befangen erklärten und aus seiner Sicht so zur Eskalation und zum Platzen der Sitzung führten (die MAZ berichtete).

Uwe Langer sieht im Streit ein Problem

„Als Eigentümer eines Nachbargebäudes ist Herr Scheigert aber nicht per se befangen.“ Alle anderen Eckdaten sprechen aus Sicht des Bauexperten gegen die Befangenheit. Zudem sei die Tatsache bekannt. Trotzdem habe sich bislang niemand daran gestört, dass Scheigert an den Abstimmungen zum Rathaus teilnimmt. Für Langer ist klar: Nicht Sachentscheidungen stehen bei den Stadtvertretern im Vordergrund, sondern „persönliche Befindlichkeiten“. Er findet, dass die Streitigkeiten unter den Stadtvertretern der Stadt einen erheblichen finanziellen Schaden zugefügt und einen schlechten Ruf provoziert haben.

Von Celina Aniol

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