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Rheinsberg Der Landkreis will raus aus dem Mietvertrag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Der Landkreis will raus aus dem Mietvertrag
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19:11 08.01.2019
Das einstige Hotel Deutsches Haus in Rheinsberg. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg/Neuruppin

Darauf haben viele Rheinsberger schon lange gewartet: Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin verhandelt derzeit mit dem Eigentümer der einstigen Gaststätte „Deutsches Haus“ in Rheinsberg, um den bestehenden Vertrag vorzeitig aufzulösen. Denn wegen des derzeit geringen Flüchtlingsaufkommens benötige der Kreis das Haus nicht mehr als Notunterkunft, sagte am Dienstag Kreissprecherin Britta Avantario.

Einstige Sehenswürdigkeit verkommt

Das hört Hiltrud Senz sicher gern. Die 69-Jährige hatte sich am Montag beim MAZ-Sorgentelefon gemeldet und den Zustand der einstigen Gaststätte kritisiert. „Das Haus war mal eine Sehenswürdigkeit und jetzt verkommt es immer mehr“, sagte Hiltrud Senz. Die Rheinsbergerin ärgert sich darüber, dass das Haus, das sich in bester Lage an der Kreuzung von König- und Seestraße befindet, seit Monaten leer steht.

„Wir wünschen uns dringend wieder eine touristische Nutzung“, betonte gestern CDU-Kreistagschef Sebastian Steineke. Der Jurist aus Neuruppin verwies aber darauf, dass weder die Abgeordneten noch der Landkreis einen direkten Einfluss haben, ob, wie und ab wann die einstige Gaststätte wieder genutzt werde. Schließlich gebe es einen privaten Eigentümer. Bei diesem liege die Entscheidung – und dieser müsse sicher berücksichtigen, dass in dem Haus, in dem bis zu 70 Flüchtlinge untergebracht waren, sicher erst mal investiert werden müsse.

Allein der Eigentümer entscheidet

Es helfe sicherlich, dass die Nachfrage nach Unterkünften in der Region und speziell in Rheinsberg in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sei, so der CDU-Mann. Gleichwohl könne die Politik dem Eigentümer nicht vorschreiben, was dieser zu tun habe. Der Kreis könne aber vielleicht helfen, wenn der Eigentümer Unterstützung bei einer Sanierung benötige.

Auch dem Rheinsberger Rathaus dürfte daran gelegen sein, dass in dem einstigen Hotel mit Restaurant wieder Leben einzieht. Immerhin handelt es sich um eine sogenannte 1A-Ecke im Prinzenstädtchen, die sich nur wenige Meter vom jetzigen Rathaus sowie von der Baustelle für das neue Rathaus befindet.

Der Landkreis hatte die Immobilie im Herbst 2015 gemietet, als innerhalb weniger Monate mehr als 1000 Flüchtlinge in Ostprignitz-Ruppin eine Unterkunft benötigten und nicht in Zelten oder Turnhallen untergebracht werden sollten. Die Lage hat sich inzwischen geändert – weshalb auch die Rheinsberger hoffen. Immerhin hatte der Kreis die Verträge für die Heime in Luhme, Klosterheide und Zechlinerhütte bereits gelöst. Dafür war eine siebenbenstellige Ablösesumme gezahlt worden.

Von Andreas Vogel

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