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Rheinsberg Feuerwehrhaus wird günstiger
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00:38 11.05.2018
Die Flecken Zechliner Feuerwehr braucht dringend ein neues Haus, da das alte nicht mal mehr den Mindeststandards entspricht. Quelle: Aniol Celina
Flecken Zechlin

Der Bau eines Feuerwehrhauses in Flecken Zechlin wird wohl doch günstiger, als es die Rheinsberger Verwaltung noch vor Kurzem angenommen hatte. Statt 1,5 Millionen Euro soll das Gebäude nur 1,2 Millionen Euro kosten, teilte Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow in der Stadtverordnetenversammlung am Montag mit. Das ist aber immer noch viel mehr als die anfangs vom Rathaus geplanten etwa 860 000 Euro oder die 700 000 Euro, die die Rheinsberger Wehrführung als Kostenschätzung präsentierte (die MAZ berichtete).

Das Gerätehaus hat nun weniger Kubikmeter

Die Feuerwehrleute kamen auf einen so niedrigen Preis, weil sie mit einem wesentlich kleineren Gebäude gerechnet hatten als die Stadtverwaltung. So setzten sie 1300 Kubikmeter umbauten Raum an, während das Rathaus mit 2400 rechnete. Jetzt haben sich beide Seiten auf 2000 Kubikmetern verständigt – und genau das habe zu der Preisreduzierung geführt, erklärte Rheinsbergs Bauamtschef Daniel Hauke.

Das Land zahlt jetzt mehr Geld

Doch nicht nur der Gesamtpreis fällt niedriger aus: Auch die Summe, die die Stadt aus eigener Tasche bezahlen muss, sinkt deutlich. Bisher wollte das Land die Stadt mit 388 000 Euro unterstützen – also mit 45 Prozent der ursprünglichen Bausumme. Jetzt habe sich Potsdam bereiterklärt, diese auf 45 Prozent des neuen Baubetrags aufzustocken, sagte Schwochow, also auf 540 000 Euro. Die Stadt müsste nur noch 660 000 Euro ausgeben. Vor einigen Wochen ist sie davon ausgegangen, dass sie 1,1 Millionen Euro selbst bezahlen muss.

Antrag stand schon auf der Strichliste

Zudem sei die Landesinvestitionsbank in einem weiteren Punkt der Stadt nach einem persönlichen Gespräch im April entgegengekommen. „Unser Antrag stand schon auf der Streichliste“, berichtete der Bürgermeister. Die Rheinsberger haben das Land aber überzeugen können, dass der Bau des Gerätehauses zu wichtig ist, um ihn wegen der Verzögerung bei der Planung einfach abzulehnen. In einem Punkt sei das Land hart geblieben: Das Bauvorhaben muss bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Zudem erwartet die Bank bis Mitte Juni die Entwurfsplanung für das Gebäude. „Dass es sportlich wird, das wissen wir“, sagt Hauke. „Wir werden es aber wahrscheinlich schaffen“, sagt Schwochow. Damit der Juni-Termin gehalten werden kann, soll der Entwurf für das Haus in der kommenden Woche ausgeschrieben werden.

Stadt braucht einen neuen Bebauungsplan

Eine Hürde stellt aber der Bebauungsplan für das neue Gelände dar. Denn dort, wo das Feuerwehrhaus entstehen soll, darf es im Moment noch nicht errichtet werden. Der von der Stadt eingereichte Planentwurf reicht nicht aus. Der Landkreis rügte, dass „die Qualität der Planunterlagen äußerst mangelhaft“ sei. Damit ein ordentlicher Bebauungsplan aufgestellt werden kann, haben die Stadtvertreter am Montag 22 000 Euro bewilligt. Am Dienstag habe das Rathaus den Auftrag bereits ausgelöst, so Schwochow.

Minister: „Wir werden das Kind nicht mit dem Bade ausschütten“

Vor einer Woche hatten sich Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis in Lindow mit Innenminister Karl-Heinz Schröter getroffen. Dort ging es auch um das kommunale Förderprogramm des Landes, aus dem sich Rheinsberg Geld erhofft. Rheinsbergs stellvertretender Wehrführer Mathias Herzberg hatte an den Minister appelliert, die Förderung für Flecken Zechlin nicht platzen zu lassen, weil die Verwaltung sich womöglich nicht immer an die knappen Bewerbungsfristen halten kann. „Wir werden das Kind nicht mit dem Bade ausschütten“, versprach Schröter. Sollte die Stadt Hilfe brauchen, stehe das Ministerium gern bereit.

Von Celina Aniol und Reyk Grunow

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