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Rheinsberg Jugendliche mischen sich in Kommunalpolitik ein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Jugendliche mischen sich in Kommunalpolitik ein
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18:54 24.02.2019
Wittstocker Jugendliche zeigten, wie sie sich ihren Jugendklub vorstellen. Quelle: Peter Lenz
Flecken Zechlin

Kindern und Jugendlichen eine Stimme im gesellschaftlichen Leben zu geben, darum ging es am Wochenende in der Jugendbildungsstätte des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Flecken Zechlin.

Insgesamt 50 Kinder und Jugendliche hatten sich dort zur 23. und 24. Demokratiewerkstatt zusammengefunden. Sie wollten gemeinsam Projekte entwickeln, wie man sich einbringen kann in die Entscheidungsprozesse der Behörden und Kommunalvertreter.

Die Teilnehmer der Demokratiewerkstatt in Flecken Zechlin. Quelle: Peter Lenz

Hierbei ging es vor allem darum, eigene Interessen zu formulieren, Ziele festzulegen und all dies zu einer Idee zusammenzufügen. Wie Projektleiter Michael Rocher vom Verein Jugendförderung betonte, hatten sich die Initiatoren bereits 2013 vor dem Hintergrund anstehender Kommunalwahlen Gedanken gemacht, wie man Kinder und Jugendliche besser an der Kommunalpolitik beteiligen kann.

Das war schon deshalb wichtiger als zuvor, das zur Kommunalwahl 2013 erstmals auch auch die 16- und 17-Jährigen wahlberechtigt waren. So entstanden erste Projekte wie „ Machs mit 16“ und später die ersten Wochenendworkshops.

Grundlagenforschung bei den „Beginners“ – sie sind zum ersten Mal in der Demokratiewerkstatt. Quelle: Peter Lenz

Inzwischen werden viermal jährlich diese Arbeitstreffen für jeweils 50 – 80 Jugendliche aus der Region Wittstock, Rheinsberg und Lindow organisiert und durchgeführt. Hier geht es dann um tagesaktuelle Probleme, wie politische Entwicklungen, gesellschaftlich relevante Themen oder auch um Sucht – und Drogenproblematik.

Ein Förderscheck über 9521 Euro

Finanziert werden diese Zukunftswerkstätten durch das Deutsche Kinderhilfswerk und das Land Brandenburg. Eigens an diesem Sonntag angereist war der Koordinator des Hilfswerkes Michael Kruse, um der DGB-Bildungstätte einen Förderscheck über 9521 Euro zu überreichen.

Dass diese Summe so „krumm“ war, lag daran, dass nach dem Förderantrag genau kalkuliert worden war – das Geld wird nun für Dozenten-Honorare, Porto und Büromaterialien ausgegeben; ein Teil auch, um Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien die kostenlose Teilnahme zu ermöglichen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin von Wittstock, Dorothea Stüben, bekam eine Liste von Ideen, wie sich die Jugend von Wittstock demokratische Einmischung vorstellt. Quelle: Peter Lenz

In einer Präsentation der fünf verschiedenen Workshops, die am Wochenende durchgeführt worden waren, zeigten die Mädchen und Jungen, was sie unter demokratischer Einmischung verstehen.

So wurde die aktuelle Planung des neuen Jugendclubs in Wittstock ebenso vorgestellt, wie die Forderungen und Wünsche der Akteure an die Wittstocker Stadtverwaltung. Die stellvertretende Wittstocker Bürgermeisterin Dorothea Stüben bekam gleich eine Liste an die Hand. Andere Teilnehmer hatten sich mit Hip-Hop und Theater beschäftigt.

Von Peter Lenz

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