Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rheinsberg Maranke als Ortschef wiedergewählt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Maranke als Ortschef wiedergewählt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:32 29.06.2019
Horst-Rainer Maranke behält den Posten des Ortsvorstehers von Flecken Zechlin. Quelle: Regine Buddeke
Flecken Zechlin

Horst-Rainer Maranke bleibt Ortsvorsteher von Flecken Zechlin. Dass der CDU-Mann weiter an der Spitze des Dorfes steht, ist dabei nicht ganz selbstverständlich.

Denn bei der Kommunalwahl im Mai erreichte Maranke 272 Stimmen. Sein Konkurrent, der BVB/Freie Wähler-Vertreter Mathias Kehrberg, bekam 491 Kreuze, also mehr als alle drei CDU-Kandidaten zusammen. Klaus Günter (SPD), der dritte in den Ortsbeirat gewählte, kam auf 77 Stimmen.

2014 wurde Maranke erstmals zum Ortschef gewählt

Schon 2014 war die Konstellation ähnlich. Damals erzielte der langjährige Ortschef Wilfried Schmidt, der für die Wählergruppe „Tradition und Zukunft“ angetreten ist, das beste Einzelergebnis bei der Wahl. Im Rennen um den Ortsvorsteherposten unterlag Schmidt aber damals gegen Maranke, der nicht genug Stimmen bekam, um in das Gremium einzuziehen (die MAZ berichtete).

Horst-Rainer Maranke rückte später für Björn Plazikowski nach, weil dieser sein Mandat nicht angenommen hatte – und gewann mit Unterstützung seines SPD-Kollegen Günther die Wahl als Ortschef. Schmidt war über die „Farce“ sauer – und ist es bis heute, wie er jetzt sagte. Für den Ortsbeirat habe er sich genau deswegen nicht mehr aufstellen lassen, so der Vorsitzende der Rheinsberger Stadtverordnetenversammlung.

„Es macht mir Spaß“

Trotzdem ließ sich Horst-Rainer Maranke nun erneut zur Wahl für den Ortsvorsteher aufstellen. „Ich bin angetreten, um das Amt weiterzumachen“, sagte er der MAZ zuvor. Schließlich habe er nach fünf Jahren als Ortsvorsteher noch nicht alle seine Ziele verwirklichen können. „Und es macht mir Spaß.“ Am Dienstagabend wurde er wiedergewählt.

In den kommenden Jahren will Maranke sich neben dem Alltagsgeschäft im Dorf vor allem darum kümmern, dass das sogenannte Zechlin Mobil kommt und der Heide-Wanderweg ab Lutterow entsteht. Bei dem Mobil handelt es sich um ein Elektro-Auto, das sich die Gemeinde anschaffen will und das von allen Bürgern genutzt werden kann. „An erster Stelle steht aber das neue Feuerwehrhaus, das gebaut werden soll.“

Vor seinem Mitbewerber habe er Respekt wegen dessen guten Abschneidens bei der Wahl, sagt Maranke. Aber auch mit seinem Ergebnis, das etwa doppelt so hoch wie 2014 ausfiel, sei er zufrieden. Das Wahlgesetz lasse es zudem zu, dass nicht derjenige mit den meisten Stimmen Ortsvorsteher werden müssen, sondern eben einer der Gewählten aus dem Ortsbeirat.

Kehrberg akzeptiert das Wahlergebnis

Das betont auch Mathias Kehrberg. „Die Vorstellung, dass derjenige mit den meisten Stimmen Ortsvorsteher wird, ist ein Trugschluss.“ Er gibt aber zu, dass das für die Wähler schwer nachzuvollziehen sei. Er selbst akzeptiere das Ergebnis. „Das ist eben Demokratie.“ Er sei sich auch sicher, dass er mit seinen beiden Kollegen „konstruktiv“ zusammenarbeiten kann.

Das Einzige, was Kehrberg etwas bedauert, ist, dass BVB/Freie Wähler nicht mehr Flecken Zechliner vor der Wahl zu einer Kandidatur bewegen konnten. „Dann sähe der Ortsbeirat jetzt vermutlich anders aus.“ Es sei aber eben nicht einfach, Menschen zu überzeugen, aktiv in der Kommunalpolitik mitzumischen. Kehrberg kandidierte am Ende alleine auf der Liste.

Von Celina Aniol

Ein 29-jähriger Mann ist Montagnachmittag im Rheinsberger Ortsteil Schwanow schwer verletzt worden. Er hatte an einem Boot gebaut. Dabei kam es zu einer Verpuffung mit enormer Druckwelle. Der junge Mann wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

25.06.2019

Verhärtete Fronten soll es nicht mehr geben. Neue Stadtvertreter von Rheinsberg beschworen einen Kurswechsel. Der Kampf um den Vorsitz, den Wilfried Schmidt gewann, war hart, aber fair. Erst später wurde sein Posten in Frage gestellt.

28.06.2019

Wegen des derzeit gestoppten Neubaus in Flecken Zechlin protestieren viele Feuerwehrleute im Rheinsberger Stadtparlament. Laut Bürgermeister dürfen die Arbeiten erst starten, wenn Potsdam einer Fristverlängerung für den Bau des neuen Depots zustimmt.

28.06.2019