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Rheinsberg Investoren wollen Amtshaus in Flecken Zechlin sanieren
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14:31 06.02.2020
Fast 300 Jahre alt: das Amtshaus in Flecken Zechlin. Das Denkmal ist dringend sanierungsbedürftig. Quelle: Henry Mundt
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Flecken Zechlin

Nach mehr als 30 Jahren Leerstand gibt es zwei Investoren für das akut gefährdete Amtshaus in Flecken Zechlin. Kerstin und Ralf Schenk wollen das Gebäude kaufen und in den kommenden Jahren sanieren. „Wir wollen das Gebäude retten“, kündigte Ralf Schenk am Mittwochabend im Ortsbeirat an.

Wann die Sanierung des fast 300 Jahre alten Hauses beginnen kann, ist offen. Noch ist der Bauantrag nicht genehmigt und die beantragten Fördermittel nicht bewilligt. Ralf Schenk hofft, bis Ende des Jahres zumindest das Dach neu decken lassen zu können. Mindestens drei, vielleicht sogar mehr Jahre werde die Sanierung dauern. „Wir sind nicht unter Zeitdruck.“

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Schöne Lage: direkt am Schwarzen See. Quelle: Henry Mundt

Das Paar aus Oberhavel will in einem Teil des Hauses Ferienzimmer einrichten. Im Erdgeschoss ist ein Café geplant – samt Raum, der für Familienfeiern genutzt werden kann. Auch ein Zimmer im Obergeschoss und das gesamte Dachgeschoss sollen den Flecken Zechlinern künftig offen stehen. So werden sich die Mitglieder des Heimatvereins in einem Raum treffen können. Der Dachboden, so wünschen es sich die Investoren, soll „für kulturelle Begegnungen“ genutzt werden können – etwa für Auftritte der Flecken Zechliner Chöre.

Kerstin und Ralf Schenk hatten das marode Amtshaus bei einem Silvesterspaziergang entdeckt – und waren von dem verfallenen Gebäude auch wegen „seiner wahnsinnig tollen Lage“ am Schwarzen See begeistert gewesen. Im Februar 2018 sahen sie sich das Haus das erste Mal von innen an. Sein maroder Zustand schreckte sie nicht ab. Im Gegenteil. „Die Begeisterung der Flecken Zechliner für dieses Gebäude ist ansteckend“, sagt Kerstin Schenk.

DDR-Gebäude sollen abgerissen werden

Das Paar will das Areal um das Haus wieder „in den Zustand wie vor 300 Jahren“ versetzen. Die mit Asbest belasteten Gebäude aus DDR-Zeiten sollen abgerissen werden, kündigte Ralf Schenk an. Zugleich müsse der im Lauf der Jahrzehnte angesammelte Müll beräumt werden. Dem Gesamtensemble gerecht zu werden, sei eine Lebensaufgabe, sagt Schenk. „Der stellen wir uns.“

Auch nach der Sanierung wollen Kerstin und Ralf Schenk in Oberhavel wohnen bleiben. Ihm gehe es vor allem um den Erhalt des Denkmals, sagt Ralf Schenk. „Ein altes Gebäude wieder zum Leben zu erwecken macht Spaß.“ Die Schenks haben Landwirtschaft studiert und arbeiten beide in Neuruppin. „Von dort ist es ein Katzensprung bis hierher zu fahren.“

Notarvertrag fehlt noch

Noch ist der Notarvertrag über den Kauf des Hauses nicht unterschrieben. Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow geht jedoch davon aus, dass der Abschluss nur noch eine Formalie ist. In Vorgesprächen sind sich die künftigen Eigentümer und die Kommune darüber einig geworden, ein Areal für eine Buswendeschleife und bereits existierende Parkplätze von dem Verkauf auszunehmen. Der am See entlangführende Wanderweg bleibt ohnehin öffentlich – er gehört nicht zum Grundstück.

Das Amtshaus steht seit 1986 leer. Das älteste Haus Flecken Zechlins diente einst als Schule und Pfarrhaus. Zu DDR-Zeiten war es vom Justizministerium genutzt worden. Die Stadt Rheinsberg, der das Architekturdenkmal gehört, sah sich wegen ihrer angespannten Finanzsituation nicht in der Lage das Gebäude zu retten. Mehrfach hatte es Interessenten für das Haus gegeben. Zum Abschluss eines Kaufvertrages kam es jedoch nie. Dass es jetzt endlich Investoren für das Amtshaus gäbe, sei „eine Riesenchance für Flecken Zechlin“, sagt Ortsbeiratsmitglied Klaus Günther.

Von Frauke Herweg

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