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Rheinsberg Kinderoper „Martha“ erfolgreich uraufgeführt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Kinderoper „Martha“ erfolgreich uraufgeführt
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16:52 11.08.2019
Die Kinderoper "Martha oder der zerbrochene Spiegel" nach der Oper von Friedrich von Flotow hatte am Freitag im Rheinsberger Schlosstheater Uraufführung. Das Stück wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Quelle: Regine Buddeke
Rheinsberg

Wie könnte man eine Oper für Kinder besser auf die Bühne bringen als mit Kindern als Mitwirkenden? Neben den fünf diesjährigen Preisträgern der Kammeroper Schloss Rheinsberg, agierte in „Martha oder der zerbrochene Spiegel“ im Schlosstheater ein Bewegungschor aus Kindern der Region. Das Resultat kann sich sehen lassen.

Eine Oper für Kinder: Wie gelingt das besser als mit Kindern als Mitwirkenden? Neben den fünf Opernsängern agierte im Schlosstheater ein Bewegungschor aus Kindern der Region. Das Resultat kann sich sehen lassen.

Die Vorlage ist Friedrich von Flotows Oper „Martha“ , die gerade ebenfalls erfolgreich in Rheinsberg läuft. Für die gestraffte Kinderfassung hat Regisseur Frank Martin Widmayer eine Rahmenstory ersonnen, die zwei Kids von heute in die Zeit der Martha beamt. Wie? Durch den Spiegel eines verlassenen Schlosses. Den gilt es zusammenzusetzen, um wieder in die reale Welt zu kommen. Franz ist entsetzt: „Was ist das denn? Die singen, statt zu reden!“ Er kann es kaum fassen.

Große Oper: „Die Hand, ich will sie nicht!“ – Antonia Dunjko und Thomas de Brujin. Quelle: Regine Buddeke

Der dramaturgische Kunstgriff Widmayers zielt darauf ab, den Gegensatz der unterschiedlichen Zeiten erlebbar zu machen. Wie sollen heutige Kids sonst eine Ständegesellschaft begreifen? Obschon: In einer Zeit, wo sich dutzende Kandidatinnen zu Shows wie „Bauer sucht Frau“ drängen, ist ein Mägdemarkt wie der in Richmond eigentlich auch nicht viel anders.

Die beiden Rheinsberger Erzählerkinder Josie und Niclas alias Lotte und Franz haben ein anspruchsvolles Text-Pensum und machen ihre Sache auch szenisch gut. Sie begleiten – kaum dass sie in der fremden Opernwelt hinterm Spiegel angekommen sind – die fünf Akteure Lady Harriet und ihre Zofe Nancy, die Pächter Lyonel und Plumkett und den versnobt-tollpatschigen Lord Tristan bis zum happy End.

Höfischer Tanz mit Spagat. Auch die Kinder tanzten im Stück mit. Quelle: Regine Buddeke

Antonia Dunjko zwitschert die Harriet/Martha hübsch naiv, Caroline Schnitzer gibt der Nancy mit fein-gurrendem Timbre im Mezzosopran einen draufgängerisch-handfesten Touch, Thomas de Brujin verleiht dem Lyonel seinen schwärmerisch-weichen Tenor und Bariton Andreas Elias Post singt den Plumkett mit Verve und Leidenschaft. Im Duett mit Nancy wird es wild – was sich zofft, das liebt sich. Auch Bass Martin Simonovski verleiht mit überzogener Grandezza Lord Tristan eine komisch-tragische Note. Schließlich steht er am Ende ohne Frau da. Und eilt zur Königin, zu der ihn Lotte und Franz schicken.

Christian van den Berg-Bremer dirigierte die Junge Kammerphilharmonie Berlin. Quelle: Regine Buddeke

Die engagierte Junge Kammerphilharmonie Berlin unter Christian van den Berg-Bremer tut das ihrige zum Gelingen der Vorstellung.

Und welche Welt ist nun realer? Operngesang oder Handyempfang? Franz will heim, Lotte nicht. „Fühlt sich das hier nicht viel wahrer an?“, wendet sie ein. Franz gibt ihr recht. Vielleicht, da sind sich beide einig, kann man ja mal eine Oper besuchen.

Alle gegen einen. Die Ladys sollen beschützt werden. Quelle: Regine Buddeke

Für die beiden letzten Vorstellungen am Dienstag und Mittwoch um 10 Uhr gibt es noch Restkarten.

Von Regine Buddeke

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