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Rheinsberg Keine Lösung für Feuerwehrsirene auf Kita-Dach
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Keine Lösung für Feuerwehrsirene auf Kita-Dach
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00:20 21.04.2019
Die Feuerwehrsirene ist in Linow direkt auf dem Dach des Kindergartens angebracht. Quelle: Celina Aniol
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Linow

Sieben Mal heulte die Feuerwehrsirene während der Mittagsruhe 2018 in Linow auf. Im Jahr davor passierte es fünf Mal zu dieser Zeit. Das hat jetzt der Rheinsberger Bürgermeister genau nachrecherchiert. Denn er hat ein Problem: Der Alarm ist direkt über den Köpfen von Kindergartenkindern auf dem Dach der Kita angebracht – und weckt sie während des Mittagsschlafs auf, wenn er losgeht.

50 Jahre lang hat das nicht weiter gestört. Das sagen zumindest die Ortsansässigen. Jetzt aber begehren die Eltern auf. Sie wollen, dass die Sirene versetzt wird. Sie haben 26 Unterschriften gesammelt, die Rheinsberger Christdemokraten haben ihr Anliegen an die Stadt weitergeleitet. Auch wenn sie selbst sich uneins sind, wie das Problem anzupacken ist.

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Versetzung wenig sinnvoll – aber notwendig

Es gebe kaum eine Alternative zum aktuellen Standort, sagen CDU-Fraktionschef Burkhardt Stranz und Björn Plazikowski in der aktuellen Stadtverordnetenversammlung. „Uns ist vollkommen klar, dass eine Versetzung nicht viel bringen wird“, meint Stranz, der auch Feuerwehrchef in Linow ist. Er habe das auch schon den Eltern der insgesamt knapp über 30 Kinder erklärt. „Aber sie sind von ihrem Protest nicht abzubringen.“

Seine Fraktionskollegin Lysann Gutenmorgen sagt, dass sich die Stadt um das Problem dennoch kümmern soll. „Sie muss Nöte ernst nehmen.“ Dass die Sirene gefühlt schon immer auf dem Dach stand, sei kein Argument. „Es geht um eine bessere Zukunft.“

Auch Ilona Schenk will, dass etwas passiert. „Ich habe mal in einem Haus mit einer Sirene auf dem Dach gewohnt“, erzählt die SPD-Stadtvertreterin. „Jedes Mal, wenn sie losging, hatte man das Gefühl, das Haus geht mit.“

Stadt sieht keine Lösung

Dem Verwaltungschef Frank-Rudi Schwochow von BVB/Freie Wähler ist klar, dass die jetzige Situation nicht optimal ist. Er will auch etwas ändern, hat die Lage untersucht, sich mit der Wehrführung und anderen Experten beraten.

Sein Fazit: Der Abbau der Sirene kommt trotz der heutigen Funktechnik bei der Feuerwehr nicht in Frage. Die Versetzung wäre teuer, aber möglich. Dafür müsste ein Mast in unmittelbarer Nähe der Kita aufgebaut werden. Ein anderer Standort kommt wegen der Hanglage des Dorfes nicht in Frage.

Das große Problem dabei ist: Diese Lösung würde bedeuten, dass der Alarm aus verschiedenen Gründen noch lauter im Kindergarten zu hören sein würde. 101 Dezibel sind es jetzt. Bis zu 123 könnten es werden. Das wolle er den Betroffenen in einer Elternversammlung auch erklären, kündigt Schwochow an.

„Ich werde dafür sorgen, dass alle Eltern da sind“

„Wenn Sie das alleine regeln in der Versammlung, bin ich dankbar. Viel Erfolg dabei“, sagt Björn Plazikowski. „Ich werde dafür sorgen, dass alle Eltern da sind“, ergänzt Stranz. Der fraktionslose Wilfried Schmidt kritisiert, dass die CDU kurz vor der Kommunalwahl Kita-Kinder für ihre Zwecke politisch vor den Karren spannt.

Das Thema soll noch einmal im Ortsbeirat und einem Fachausschuss besprochen werden, fordert er. Lysann Gutenmorgen will, dass auch die Eltern dazu eingeladen werden. Diesen Vorschlag nehmen die Stadtvertreter einstimmig an.

Von Celina Aniol