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Rheinsberg Martin Ahrends ist neuer Stadtschreiber
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00:33 30.06.2019
Der neue Rheinsberger Stadtschreiber Martin Ahrends mit einer Schriftstellerkollegin. Quelle: Peter Degener
Rheinsberg

Der Publizist und Autor Martin Ahrends ist der neue Stadtschreiber von Rheinsberg. Bekannt wurde er mit dem 1992 erschienenem Roman „Der märkische Radfahrer“. Später viel diskutiert wurde das von ihm geschriebene Buch „Verführung, Kontrolle, Verrat – das MfS und die Familie“, das er in diesem Jahr auch in Neuruppin präsentierte. Ahrends schrieb lange für „Die Zeit“ und war kurz Vorsitzender des Landesverbands Brandenburg vom Verband deutscher Schriftsteller.

Der 1951 in West-Berlin geborene Ahrends siedelte mit seinen Eltern 1957 nach Kleinmachnow über. Wegen seiner politischen Einstellung bekam er später ein Arbeitsverbot und reiste 1984 in die Bundesrepublik aus. Seit 1994 lebt er wieder in Potsdam-Mittelmark.

Ost, west, deutsch

Martin Ahrends hat eine ost-west-deutsche Biografie“, sagt Leiter des Rheinsberger Literaturmuseums Peter Böthig. Das Museum vergibt zweimal im Jahr die Stadtschreiberstipendien und kümmert sich auch um die Autoren vor Ort, die in einer Wohnung mit Blick auf den Schlosspark verweilen.

In der museumseigenen Edition „Rheinsberger Bogen“ gibt die Einrichtung in Erstveröffentlichung Teste der Stadtschreiber heraus. Ahrends wird ab Juli fünf Monate lang in der Stadt am Grienericksee leben.

Ahrends ist der 50. Stipendiat

Die Liste der Rheinsberger Stadtschreiber ist lang. Sie umfasst Namen wie Wolfgang Hilbig, Volker Braun, Wiglaf Droste, Katja Lange-Müller, Annett Gröschner, Uwe Kolbe, Regina Scheer, Marion Brasch oder Peggy Mädler, die in diesem Jahr mit dem Fontanepreis ausgezeichnet wurde. Ahrends ist der 50. Stadtschreiber von Rheinsberg.

Um die vielen Edelfedern zu verewigen, die in Rheinsberg zu Gast waren, will Böthig in diesem Jahr eine Anthologie mit Texten der bisherigen Stadtschreiber herausbringen. Das Stipendium wird seit 1995 vergeben.

Von Celina Aniol

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