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Rheinsberg Tag der offenen Tür bei der Dierberger Feuerwehr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Tag der offenen Tür bei der Dierberger Feuerwehr
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15:42 11.08.2019
Probesitzen im alten Rettungstransportwagen in Dierberg. Quelle: Cornelia Felsch
Dierberg

Die Feuerwehr ist am Sonnabend in Dierberg unterwegs – allerdings steht an diesem Tag kein Einsatz an. Blank geputzt stehen die Einsatzwagen auf dem Acker. Neben modernen Löschfahrzeugen und dem Mannschaftstransportwagen präsentieren die Dierberger jährlich zum Tag der offenen Tür ihre Museumsstücke.

70 Jahre alte Tragkraftspritzen, Luftschaumanhänger und ein Schlauchwagen von 1925 sowie eine 100 Jahre alte Holzschiebeleiter sind nur einige der Glanzstücke aus alten Zeiten.

20 Jahre altes Feuerwehrmuseum

Im Juli 1999 eröffneten die Dierberger ihr Feuerwehrmuseum. Auf 45 Quadratmeter Fläche können die Besucher seit 20 Jahren im ehemaligen Schulgebäude die technischen Feuerwehr-Kulturgüter bewundern.

Zu sehen gibt es etwa 200 Schätze, darunter 15 Fahrzeuge, die immer zum Tag der offenen Tür ins rechte Licht gesetzt werden und in denen dann die Gäste Rundfahrten antreten können, um auch einmal das echte Feuerwehr-Feeling erfahren zu können.

Christian Monté mit seinem Garant 27 in Dierberg. Quelle: Cornelia Felsch

Dann schlüpft Einheitsführer Wolfgang Mewes in die Rolle des Museumsführers. Stolz präsentiert er an diesem Tag nicht nur modernste Technik wie das Löschgruppenfahrzeug LF 10, sondern auch Einsatzjacke und Dienstuniform des einstigen Kreisbrandmeisters Karl-Heinz Köppen, die nun in der Glasvitrine zu sehen ist.

Alter Spritzenwagen als Glanzstück

Feuerlöscher, Helme, Dienstgradabzeichen, Löscheimer, Atemschutzmasken, Kupplungen und Schläuche haben die Dierberger zusammengetragen. Zeitungsartikel belegen die Geschehnisse der vergangenen Jahrzehnte. „Vieles haben wir von anderen Wehren bekommen, denen die Gegenstände zu schade zum Wegschmeißen waren“, sagt Wolfgang Mewes.

Einheitsführer Wolfgang Mewes Quelle: Cornelia Felsch

Als Glanzstück präsentiert er den fast 100 Jahre alten Spritzenwagen, der einst völlig verrostet war, aber nun restauriert ist. Mittels Pferden wurde das Gefährt damals zum Brandort geführt.

Feuerwehr-Nachwuchs gesucht

„Zur 100-Jahr-Feier ist die Pferdespritze noch mitgefahren“, sagt der Einheitsführer. Wann genau die erste Feuerwehr im Ort gegründet wurde, ist nicht genau bekannt. Nachgewiesen ist allerdings, dass 20 Kameraden dem 21. Kreisverband Ruppin im Jahr 1912 angehörten.

Derzeit gehören der Einheit 24 Mitglieder an. Zum Bedauern von Wolfgang Mewes gibt es allerdings keine Jugendfeuerwehr. Ein Grund, sich auch weiterhin am Tag der offenen Tür zu präsentieren. „Wir hoffen, dass es uns doch wieder gelingt, eine kleine Nachwuchstruppe aufzustellen“, sagt er.

Von Cornelia Felsch

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