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Rheinsberg Pferde büxten in Linow mehr als 30 Mal aus
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18:10 03.01.2019
2013 hat der Kreis in Linow über 160 Pferde sichergestellt. Quelle: Andreas Vogel
Linow

Alleine bis Mitte Dezember musste die Polizei ganz 28 Mal ausrücken, weil Pferde aus Linow bei Rheinsberg immer wieder ausgebüxt und auf die Fahrbahn gelaufen sind –und es kamen noch einige Einsätze dazu. Das berichtet Polizeisprecherin Ariane Feierbach. Weil sich die Fälle so gehäuft und diese den Verkehr gefährdet haben, hat die Behörde schließlich das Veterinäramt des Landkreises um Hilfe gebeten. Dieses habe daraufhin auf dem Linower Gehöft am 13. Dezember eine „anlassbezogene Kontrolle“ durchgeführt, wie es im Amtsdeutsch heißt. Alles schien einigermaßen in Ordnung. Doch schon drei Tage später liefen wieder sieben Pferde frei herum. Es dauerte mehrere Stunden, bis die Tiere eingefangen wurden. Davor verursachten sie jedoch gleich zwei Unfälle (die MAZ berichtete).

Kripo ermittelt, Kreis hört an

Seitdem ermittelt die Kriminalpolizei. Und auch der Landkreis ist nicht untätig: „Wir befinden uns zurzeit im Anhörungsverfahren“, sagt Kreissprecherin Britta Avantario. Auch die Stadt ist in der Sache mit im Boot. Denn der Landkreis trete bei der eventuellen Gefährdung des Tierwohls auf den Plan. „Für die rein sicherheitstechnischen Sachen ist das Ordnungsamt Rheinsberg zuständig“, so Avantario.

Stadt sieht erhöhten Handlungsbedarf

Die Kommune sieht das ein bisschen anders. „Wir leisten lediglich Amtshilfe“, sagt Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow. Sprich: Die Mitarbeiter seines Rathauses haben bei der Kontrolle Mitte Dezember die Umzäunung überprüft und dabei festgestellt, dass noch einiges verbessert werden kann. „Für die Konsequenzen ist aber der Landkreis zuständig“, so Schwochow. Aus seiner Sicht besteht erhöhter Handlungsbedarf. „In den vergangenen vier bis sechs Wochen standen die Pferde fast täglich auf der Fahrbahn. Es ist für uns alle ein Problem.“ Um das zu ändern, wollten die Rathausmitarbeiter persönlich mit den Haltern sprechen. Das sei bislang aber nicht gelungen. Jetzt hofft Schwochow auf den Einsatz der anderen Behörden. Neben dem Landkreis stehe die Stadt auch mit der Polizei im engen Kontakt. Ariane Feierbach bestätigt, dass die Rheinsberger Revierpolizei für das Problem sensibilisiert ist. „Es gibt immer wieder Gespräche mit den Pferdehaltern.“

2013 wurden auf dem Gehöft Tiere beschlagnahmt

Bei dem Gehöft handelt es sich laut Aussagen des Landkreises um einen Hof, der schon einmal in den Schlagzeilen stand. 2013 hat das Veterinäramt dort über 160 Pferde beschlagnahmt, um die Tiere zu schützen. Einige Pferde mussten eingeschläfert werden, den Rest ließ die Behörde versteigern. Die Halterin bekam ein Tierhaltungsverbot. 2016 hat das Landgericht Neuruppin zwei Verfahren wegen mehrfachen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingestellt. Im Gegenzug sollte die Halterin 1200 Euro zahlen und 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten. Ob der Kreis in Linow seit dem Vorfall das Gehöft verstärkt kontrollierte, beantwortet Britta Avantario nicht direkt. Sie sagt aber, dass die Behörde immer auch „risikoorientierte“ Überprüfungen durchführe. Im Moment sollen sich dort rund 20 Pferde befinden.

Von Celina Aniol

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