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Rheinsberg Kritik am fehlenden Bahnkonzept
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Kritik am fehlenden Bahnkonzept
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18:36 27.11.2018
Die Triebwagen der Niederbarnimer Eisenbahn fahren Rheinsberg künftig auch im Winter an. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Mit deutlicher Kritik hat Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB-Freie Wähler) auf die Ankündigung von Land und Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) reagiert, dass mit dem Fahrplanwechsel ab Sonntag, 9. Dezember, die Prinzenstadt dann probeweise auch über den Winter mit der Bahn erreicht werden kann. „Die RB 54 bleibt ein Touristenzug und wird kein Angebot für Pendler“, sagte Schwochow am Dienstag. Damit auch Pendler die Regionalbahn 54 nutzen können, müsste der Zug ebenfalls in den frühen Morgenstunden über Löwenberg Richtung Berlin fahren.

Das ist jedoch nicht geplant. Vielmehr wird der erste Zug dann 9.23 Uhr Rheinsberg in Richtung Löwenberg verlassen. Für die meisten Berufspendler dürfte das deutlich zu spät sein.

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Probe für zwei Jahre

Indes hat das Potsdamer Verkehrsministerium auf MAZ-Nachfrage klar gestellt, dass der ganzjährige Bahnanschluss von Rheinsberg nicht nur für ein, sondern für zwei Jahre beschlossen ist. „Der RB 54 wird im Fontanejahr und 2020 ganzjährig von und nach Rheinsberg fahren“, sagte Ministeriumssprecher Steffen Streu. Für Rheinsbergs Bürgermeister war diese Klarstellung neu. Schwochow hatte schon befürchtet, dass der ganzjährige Bahnbetrieb in die Prinzenstadt allein im Fontanejahr geprüft werden soll –und eine Verbindung zu den Landtagswahlen im Herbst 2019 nicht ausgeschlossen.

Schwochow begrüßte, dass die Züge auch 2020 das ganze Jahr über Rheinsberg anfahren werden. Zufrieden ist der Bürgermeister dennoch nicht. „Drei Jahre wären schön gewesen.“ Denn Einwohner und Gäste müssten sich erst wieder daran gewöhnen, dass das Prinzenstädtchen nicht mehr nur von Ostern bis Oktober mit der Bahn erreichbar sei.

Der Kreis prüft die Buslinien

Laut Schwochow wollen sich die Stadt und der Landkreis bemühen, das neue Bahnangebot so attraktiv wie möglich zu machen. So prüfe der Kreis, ob die Buslinien vom Rheinsberger Bahnhof bis zum Hafendorf und zur Klinik nach Hohenelse verlängert werden können. Zudem wolle Rheinsberg den Bahnhofvorplatz gestalten.

Von Andreas Vogel