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Rheinsberg Ein Elektro-Auto für alle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Ein Elektro-Auto für alle
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15:11 30.04.2019
Carsharingmodelle gibt es viele. Die Flecken Zechliner setzen dabei auf die Elektroenergie. Quelle: dpa
Flecken Zechlin

Carsharing ist mittlerweile weit verbreitet. Auf dem flachen Land gehört die Idee aber, bei der sich viele ein Auto teilen, meistens immer noch nicht zum Alltag. Noch seltener kommt es vor, dass ein solches Bürgermobil auch noch mit Elektromotor angetrieben wird.

Doch genau diesen Weg wollen die Flecken Zechliner gehen (die MAZ berichtete). Und sie bekommen dabei nun auch finanziell Rückendeckung aus Rheinsberg – wenn auch erst nach langen Diskussionen.

Stadtvertreter reservieren 15 000 Euro für das Ortsmobil

Die Stadtvertreter entschieden jetzt, dass sie das Ortsmobil in der Elektrovariante mit höchstens 15 000 Euro unterstützen wollen. Den Rest des rund 33 000 Euro teuren Fünfsitzers, den jeder Bürger für Privatfahrten ausleihen kann, sollen vom Landkreis Ostprignitz-Ruppin kommen. So zumindest die Hoffnung der Flecken Zechliner.

50 000 Euro hat der Kreis in diesjährigen Haushalt für Mobilitätsvorhaben reserviert. 20 000 Euro seien bereits abgerufen worden, berichtet Horst Rainer Maranke. Der Kreis habe aber signalisiert, dass die Flecken Zechliner gute Chancen hätten, für ihr Pilotprojekt ebenfalls Geld aus dem Fonds zu bekommen, so der Ortsvorsteher.

Allerdings müssten sie dafür bis spätestens Ende Juni einen Antrag stellen. Je früher sie das tun, umso besser. „Denn die 30 000 Euro, die beim Kreis jetzt noch liegen, könnten schon übermorgen weg sein, wenn ein anderer Ort sie beantragt“, mahnte Maranke.

Gegen ein Auto für nur einen Ortsteil

Das Argument überzeugte nicht alle Stadtvertreter. Fördergeld für solche Projekte werde es immer wieder geben, sagte Petra Pape (BVB/Freie Wähler). Es sei klar, dass die Kommune am Thema Mobilität arbeiten müsse. Schließlich sei nicht zu erwarten, dass die Busverbindungen besser werden. Andererseits sei sie aber dafür, dass ein solches aus der Stadtkasse mitfinanziertes E-Ortsmobil alle Ortsteile der Prinzenstadt bedienen müsste und nicht nur Flecken Zechlin.

Zudem seien die Details jenseits der Anschaffung noch ungeklärt, sagte Vize-Bürgermeister Daniel Hauke. Sprich: Wer bezahlt die Versicherung, wer kümmert sich um das Auto, wo wird dieses untergestellt? Hauke forderte ein genaues Nutzungskonzept.

Das E-Auto soll dem Bauhof zugeschlagen werden

Einen Großteil der Kosten soll laut Kalkulation über die Gebühr gedeckt werden, die von den Nutzern des Elektroautos erhoben wird, entgegnete Maranke. Ihm schwebe zudem vor, dass das Mobil der Bauhofsflotte zugeschlagen wird. Hans-Georg Rieger (BVB/Freie Wähler) kritisierte, dass der Bürokratieaufwand dafür „immens“ sein würde und die Stadt lieber über andere Modelle nachdenken soll.

Hauke sowie Hartmut Winkelmann (Linke) betonten, dass die finanzielle Situation der Stadt gegen das Vorhaben spreche. Auch die stellvertretende Kämmerin Dagmar Krzizek mahnte, dass die aktuelle Haushaltslage keinen Spielraum für diese Investition lasse. Die Stadtvertreter entschieden sich am Ende knapp gegen den Vorschlag Papes, noch einmal über das Projekt zu beraten, und knapp dafür, die als Eigenanteil für die Kreisförderung benötigten 15 000 Euro im Vorgriff auf den Haushalt jetzt schon bereitzustellen.

Von Celina Aniol

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