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Rheinsberg Stadt will eine Million Euro mehr für Schulen ausgeben
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18:48 29.10.2019
Die Essensausgabe an der Allendeschule nach dem Wasserschaden: Wann die Schüler diesen Raum nutzen können, ist offen. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Die 73 Grundschüler der Rheinsberger Allendeschule, die seit Schuljahresanfang an der Oberschule unterrichtet werden, sollen dort mindestens bis zu den Winterferien bleiben. Denn erst dann rechnet die Stadt damit, dass der vom Wasserschaden betroffene Flügel der Grundschule saniert ist. Das sagte auf MAZ-Anfrage Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow.

Anfangs rechnete die Kommune damit, dass die Fünft- und Sechstklässler bereits nach den Herbstferien wieder in ihr Gebäude ziehen können. Doch der am Ende der Sommerferien bei einem Unwetter entstandene Schaden ist größer als zunächst angenommen.

Zwar fallen die Werte für Feuchtigkeit oder toxische Belastung mittlerweile positiv aus, so Schwochow. Allerdings steht nun auch fest, dass die Decken in den Klassenräumen sowie im Flur des betroffenen Bereichs in Gänze ausgetauscht werden müssen.

Kein Ersatz für Akustik-Decken aus der DDR-Zeit

Es handelt sich dabei um Akustik-Decken, die noch aus der DDR-Zeit stammen. Ersatz für sie gebe es deshalb nicht. Die Stadt hat stattdessen nun großflächig neue Deckenteile geordert. Bis diese eintreffen und eingebaut sind, werde es länger dauern.

In der Zwischenzeit bessert die Stadt Schäden am Dach sowie an der innenliegenden Regenentwässerung aus. Letztere ist bei dem Starkregen in den Ferien geplatzt, was zum massiven Wassereinbruch und zur Sperrung des Flügels führte.

Die Kommune hat nun auch größere Schäden an der außenliegenden Regenentwässerung festgestellt – und das Problem vorerst provisorisch behoben: Regenwasser wird nun in ein gesichertes Loch auf dem Schulhof abgeleitet.

50.000 Euro für die Schäden

Noch offen ist, wann die Essensausgabe sowie der Tanzraum im Untergeschoss des betroffenen Flügels nutzbar sein werden. In diesen Bereich ist das gesamte in das Gebäude eingedrungene Wasser hinuntergelaufen. Dort seien immer noch nicht die Normalwerte erreicht, so der Verwaltungschef. Die Stadt werde erst später sagen können, ob dort auch die Böden komplett ersetzt werden müssen.

Schwochow geht derzeit davon aus, dass die Kommune für die Beseitigung des Schadens im Gebäude rund 50.000 Euro ausgeben muss. Die Versicherung zahlt nichts. Wie viel die Reparatur der Regenentwässerung im Außenbereich kosten wird, ist offen. Geschätzt hatte die Stadt diese zuvor auf 100.000 Euro.

Der Bürgermeister hofft, dass die Stadt zumindest auf diesen Kosten nicht sitzen bleibt. Er kündigt an, dass er nun in die Offensive beim Einwerben von Fördergeld für den Bildungscampus gehen will.

Rheinsberg will auch Geld fürs Fußball-Kleinfeld

Im vergangenen Jahr ließ das Land Rheinsberg mit seinem Antrag über 4,6 Millionen Euro für ein spezielles Schulförderprogramm abblitzen. Die Stadt protestierte daraufhin, wartete aber bis jetzt auf Hilfe aus Potsdam. Vergeblich.

Damit soll nun Schluss sein. Schwochow, der sich über die ausgebliebene Unterstützung ärgert, will sich jetzt um Geld für die Schulen aus dem Programm „Soziale Stadt“ bemühen – und zwar um eine größere Summe als noch 2018.

Die Forderung nach Hilfe prangt seit dem vergangenem Jahr an der Rheinsberger Allendeschule. Damals ließ das Land Rheinsberg mit dem Antrag auf Unterstützung abblitzen. Quelle: Celina Aniol

Der Bürgermeister will nun auch die Außenanlagen der benachbarten Kitas samt Spielplätze sowie das Fußball-Kleinspielfeld in das Projekt einbeziehen. Die Gesamtsumme des Vorhabens, das mindestens über vier Jahre laufen soll: 5,6 Millionen Euro. Um den Eigenanteil zu stemmen, müsste die Stadt einen Kredit aufnehmen.

Zwar stehen die Chancen nicht besonders gut, berücksichtigt zu werden. Schließlich gibt es in dem Programm jährlich elf Millionen Euro – für alle märkischen Kommunen. „Aber es gibt kein anderes Förderprogramm – und wir wollen die Landesregierung unter Druck setzen“, sagt Schwochow.

Über die Probleme an den Schulen will die Stadt in der Stadtverordnetenversammlung ausführlich berichten, die am Montag, 4. November, um 18.15 Uhr im Gemeindezentrum von Braunsberg stattfindet.

Von Celina Aniol

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