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Rheinsberg Rheinsberg kämpft um Geld von der Versicherung
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19:00 05.11.2019
Die Stadt will Geld für die Allendeschule: von der Versicherung und vom Land. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Dass die Versicherung keinen Cent für den Wasserschaden an der Allendeschule zahlen will, das will die Stadt Rheinsberg nicht einfach hinnehmen. „Wir werden in Widerspruch gehen“, kündigte Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) in der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend an.

Der Verwaltungschef bekam Rückendeckung der Stadtverordneten. „Ich sehe es auch nicht so, dass die Versicherung aus der Pflicht entlassen werden kann“, sagte Linken-Fraktionschef Freke Over. „Wir sollten uns mit der Versicherung darüber streiten.“ CDU-Vertreter Walter Luy betonte, dass das auch der überparteiliche Grundtenor ist.

Sanierung der Klassenräume hat jetzt begonnen

Die Stadt geht derzeit davon aus, dass die Beseitigung des in den Sommerferien entstandenen Schadens etwa 50.000 Euro kosten wird. In dieser Woche hat die Sanierung der Räume im oberen Teil des betroffenen Flügels begonnen. Abgeschlossen wird diese voraussichtlich nach den Winterferien.

Solange müssen noch 73 Grundschüler an der Oberschule ausharren. Dorthin mussten die Fünft- und Sechstklässler ausweichen, weil der durch Regenwasser beschädigte Trakt gesperrt werden musste.

Kritik am Bürgermeister

Schwochow musste in der Sitzung aber auch Kritik einstecken. Es sei nicht klug zu verkünden, dass die Stadt das Land unter Druck setzen will, damit dieses für die Gesamtsanierung des Bildungscampus Geld locker macht, sagte Freke Over. „Damit werden wir uns keine Freunde in Potsdam machen.“ Stattdessen sollte die Stadt lieber das Gespräch mit der Landesregierung suchen.

Er sei des ewigen Wartens leid, bis sich Potsdam bewegt, so der Bürgermeister. Denn die vielen Gespräche des vergangenen Jahres nach der Abfuhr des Landes für den Rheinsberger Campus seien bisher erfolglos geblieben. „Ich bin etwas desillusioniert.“

Für Container und Steuerer noch kein Geld eingeplant

Zuletzt hat die Stadt die Investitionssumme für den Bildungscampus, zu dem die Grund- und die Oberschule gehören, um eine Million nach oben geschraubt. Das Rathaus geht davon aus, dass das Projekt nun 5,6 Millionen Euro kosten wird. Mindestens.

Denn bei dem Preis seien weder die vermutlich notwendigen Container als Unterrichtsräume während der Bauzeit berücksichtigt, noch ein Steuerer für das Projekt. Das sagte die Stadtspitze gegenüber der MAZ am Dienstag. Bauamtsleiter Daniel Hauke ist überzeugt, dass ein solcher Bauexperte benötigt wird. „Das werden wir nie mit eigenem Personal schaffen.“

Von Celina Aniol

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