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Rheinsberg Diebe per Schild und Skateboard gesucht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Diebe per Schild und Skateboard gesucht
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09:29 30.08.2019
Grillstuben-Betreiberin Brigitte Weidauer sucht per Schild nach Dieben, die ein Skateboard hinterließen. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Die Bratwurst liegt noch nicht auf dem Grill. Die Steaks fehlen ebenfalls. Und das, obwohl es schon fast Mittag ist. Die Tageszeit also, zu der die Rheinsberger „Grillstube“ Hochkonjunktur hat.

„Heute ist alles anders“, ruft Brigitte Weidauer ihren Gästen zu, während sie Spaghetti auf die Teller schaufelt. „Wir hatten Diebe heute Nacht.“

„Bei Ihnen wird gerade eingebrochen“

Gegen 22 Uhr rief am Mittwochabend bei ihr die Polizei an, berichtet die Betreiberin des Imbisstandes im Zentrum der Stadt. „Bei Ihnen wird gerade eingebrochen“, habe der Beamte gesagt. Nachbarn hätten das beobachtet und sich gemeldet. Sie solle runtergehen und die Diebe festnageln, bis die Streife aus Neuruppin eintrifft.

Als Weidauer beim Imbiss ankommt, ist kein Mensch mehr da. Und auch einige Getränke fehlen. Die Diebe haben Kümmerling geklaut und den Feigling, Cola und Fanta, Berliner Weiße und Flaschenbier. „Und sie haben sich sogar Bier gezapft.“

Abgeschürftes Skateboard als Beweismittel

Etwas haben sie aber zurückgelassen: ein Skateboard. Das abgeschürfte Rollbrett lehnt nun an einem Schild. Darauf hat die Imbissbetreiberin geschrieben: „Einbrecher im Biergarten gesucht!! Wem gehört dieses Skateboard?“

Sie hofft, so den Dieben auf die Spur zu kommen. Es gehe ihr dabei nicht so sehr um den Schaden. Der sei mit etwa 100 Euro relativ gering. „Es geht ums Prinzip.“ Denn Strafe müsse sein. „Und wenn sie es einmal machen und nicht erwischt werden, kommen sie wieder.“

Geld abstottern statt Aufbaustunden für Diebe

Sie spricht aus Erfahrung. Jedes Jahr werde bei ihr eingebrochen, erzählt Weidauer, die seit 39 Jahren Essen an den Mann bringt. „Die, die letztes gefasst wurden, werden bestimmt nicht mehr hier einbrechen.“

Sie habe nämlich darauf bestanden, dass sie die Schadenshöhe abstottern mussten, anstatt Aufbaustunden zu leisten. „Jeden Monat 50 Euro haben sie gezahlt. Das hat ihnen ganz schön wehgetan.“

Von Celina Aniol

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