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Rheinsberg Museum zeigt Film über Familie Brasch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Museum zeigt Film über Familie Brasch
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15:48 13.08.2019
Autorin Marion Brasch wird bei der Filmvorführung in Rheinsberg dabei sein. Quelle: Antonia Engel
Rheinsberg

Horst Brasch, ein jüdisch-katholisch-sozialistischer Emigrant, baut die DDR mit auf, wird zeitweilig stellvertretender Kulturminister. Seine Frau Gerda, die aus Österreich stammt, wird in dem Land nie heimisch.

1968 kommt es zum Bruch; die geschichtlichen Spannungen tragen mehrere Generationen der Braschs als Familienkonflikte aus. Die Söhne rebellieren gegen das System – und scheitern.

„Es ist eine tragische Familiengeschichte“, sagt Peter Böthig. Der Leiter des Kurt-Tucholsky-Literaturmuseums kennt sie gut. Schließlich waren Peter und Marion Brasch Stadtschreiber in Rheinsberg.

„Buddenbrooks“ in DDR-Format

Genau deshalb zeigt sein Haus auch den Film „Familie Brasch – eine deutsche Familie“ von Annekatrin Händel aus dem Jahr 2018. „Es ist eine wunderbare Dokumentation“, sagt Böthig.

Und zwar nicht nur deswegen, weil er die Konflikte der Braschs einfühlsam nachvollziehen lässt. „Er stellt auch sehr gut die ganze DDR-Geschichte dar.“ Im Flyer zur Filmvorführung am Donnerstag, 15. August, spricht der Museumsleiter sogar vom „Epos über den Untergang des Sozialismus, ein ,Buddenbrooks’ in DDR-Format“.

Bei der Vorführung ist Marion Brasch dabei. Die Schriftstellerin und Moderatorin, die ebenfalls über die Familiengeschichte geschrieben hat, ist die einzige der beiden Generationen ihrer Familie, die noch lebt.

Der Kinoabend beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 5, ermäßigt 3 Euro.

Von Celina Aniol

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