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Rheinsberg Straßensanierung soll mehr als 120 000 Euro kosten
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11:25 17.10.2018
Erste Kostenschätzung beinhaltet nur den Rheinsberger Teil der Straße nach Basdorf. Quelle: Celina Aniol
Basdorf

Rund 120 000 Euro müsste die Stadt Rheinsberg für eine Erneuerung der Straße in und nach Basdorf bezahlen. Ein entsprechendes Angebot liege ihm jetzt vor, sagt Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler). „Die Summe ist deutlich größer als erwartet.“ Immerhin beinhalte der Preis aber die gründliche Überarbeitung des Kopfsteinpflasters, die Reparatur der Bankette und der Abflüsse sowie die Herstellung des neben der Hauptstrecke verlaufenden Sommerwegs.

Kostenschätzung für einen Drittel der Strecke

Allerdings beziehen sich die Kosten lediglich auf die Strecke, die der Stadt gehört und etwa 1,3 Kilometer lang ist. Der deutlich größere Rest des Basdorfer Damms, der durch den Wald verläuft und den Rheinsberger Ortsteil an die Landesstraße anbindet, sei dabei nicht berücksichtigt. Der Grund: Dieser Abschnitt gehört zum größten Teil der Stadt Neuruppin, aber auch der Forst sowie privaten Eigentümern.

Ohne Hilfe anderer Flächenbesitzer geschieht nichts

Ob und in welcher Höhe sich diese Flächenbesitzer an der Sanierung des Basdorfer Damms beteiligen wollen, sei nach wie vor unklar, so Schwochow. Zumindest Neuruppin hat es bislang abgelehnt, den Ausbau der Sackgasse zu finanzieren, die lediglich in den Rheinsberger Ortsteil führt (die MAZ berichtete). Ohne deren Hilfe werde Rheinsberg die Straße nach Basdorf aber nicht anfassen, stellt der Rathauschef klar. „Es hat wenig Sinn, ein Drittel der Strecke zu machen, und den Rest nicht.“

Rheinsberg braucht Fördergeld

Doch auch für den eigenen Teil der Strecke werde die Kommune Hilfe von außen benötigen. „Aufgrund von Rheinsbergs finanziellen Situation ist das nur mit Fördergeld machbar.“ Gute Chancen, diese Unterstützung zu bekommen, rechnet sich Schwochow aber nicht aus. „Fördergeld gibt es im Moment meistens nur für Neubau, nicht für eine Erneuerung.“

Stadt setzt auf Spezialverfahren

Einen Neubau hält Schwochow auf der Strecke aber nicht unbedingt für sinnvoll. Und zwar nicht nur wegen der sehr wahrscheinlich noch deutlich höheren Kosten. Der Stadtchef findet auch, dass die Ergebnisse des aktuell angefragten Spezialverfahrens bei der Sanierung der Allee schlicht zu überzeugend sind, als dass die Stadt gleich alles neu bauen sollte. Bei der dabei angewendeten Vibrationswalzentechnik müssen die Pflastersteine nicht alle einzeln herausgenommen werden. Sie werden stattdessen gewissermaßen an Ort und Stelle zurechtgerüttelt. So wird die Fahrbahn zwar geradegemacht, aber die historischen Steine geschont.

Von Celina Aniol

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