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Rheinsberg Stadt will neues Baugebiet ausweisen
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18:44 19.11.2019
Kaputte Scheiben und eine unattraktive Sandwüste prägen das Stadtbild bei der Einfahrt nach Rheinsberg. Die Verwaltung will, dass sich der Zustand des Areals an der Menzer Straße ändert. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg

Verfallene, durch Vandalismus beschädigte Baracken. Alte Garagen. Überdimensionierte, ungepflegte Sandflächen und -wege, an deren Rändern das Unkraut wuchert und die nicht am Reißbrett sondern durch Nutzung entstanden sind.

Kurzum: Die Flächen rund um das Rheinsberger Ärztehaus an der Menzer Straße sehen ziemlich verwahrlost aus.

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Wie Sauerbier bot die Stadt das Areal jahrelang an. Ein Verbrauchermarkt, später ein Einkaufszentrum sollte mal auf dem ehemaligen Gelände des FDGB-Ferienobjekts „Freundschaft“ entstehen. Doch all das zerschlug sich. Mal winkten die Investoren ab. Mal die Abgeordneten.

Verwaltung will das Areal aufwerten

Danach dachten die Stadtväter daran, dort einen Parkplatz zu errichten. Oder einen Seniorenpark samt Pflegeeinrichtungen und Hospiz. Doch auch diese Pläne wurden begraben.

Jetzt nimmt die Stadtverwaltung einen neuen Anlauf, um das Areal mitten am Rande der Kernstadt und doch mittendrin aufzuwerten. „Es ist eine unschöne Fläche“, sagt der Bauamtsleiter. „Das wollen wir ändern.“

Zum einen gehe es darum, die Wegeführung zu überdenken. Die Fläche neu zu ordnen. Denn so, wie sie jetzt ist, gleiche sie einer „Sandwüste“.

Große leere Flächen und viele Sandwege scheinen im Moment noch das Markenzeichen des Gebiets. Quelle: Celina Aniol

Zum anderen will die Stadt schlicht Bauland schaffen. „Wir haben kaum noch Flächen, wenn sich Interessenten bei uns melden“, sagt der Vize-Bürgermeister. Und auch bei den Privaten sehe es nicht mehr so üppig aus mit Grundstücken für Häuslebauer.

Hinzu komme: Das Gros des Gebiets gehört der Stadt. Durch den Verkauf der baureifen Grundstücke könnte sie ihre Finanzen aufbessern. In Größenordnung. „Die Flächen liegen günstig, sind gut angebunden, in der Nähe gibt es Kitas, Schulen, Supermärkte.“

Um all das in Wege zu leiten, will die Verwaltung erstmal einen Bebauungsplan erarbeiten lassen. Dieser wird rund 70.000 Euro kosten.

Geld vom Land und Bund für den B-Plan

Die Summe muss die Stadt allerdings nicht in Gänze aus eigener Kasse bezahlen. Denn die Erstellung des B-Plans fördern Bund und Land zu je einem Drittel. Nur den Rest muss Rheinsberg berappen. Dass das Geld aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ kommt, das ist bereits genehmigt, sagt Hauke.

Bis zu zwei Jahre werde es dauern, bis der Bebauungsplan fertig ist. Eine Zeit, in der viel Arbeit ansteht. Denn das Rathaus und die Stadtverordneten müssen noch darüber verhandeln, wie das Gebiet künftig aussehen soll.

Sprich: An welchen Stellen künftig die öffentlichen Straßen und Wege verlaufen sollen, wo gebaut wird und ob dort der von den Rheinsbergern gewünschte Abenteuerspielplatz errichtet wird.

Schandfleck soll weg

„Das ist noch alles offen“, stellt der Bauamtsleiter klar. Nur, dass es ein Mischgebiet werden soll und keine reine Einfamilienhaussiedlung, das scheint für ihn festzustehen.

Kann die Bauabteilung des Rathauses, die jetzt schon wegen der vielen Bauprojekte der Stadt ächzt, auch noch diese Aufgabe bewältigen? „Sie muss“, sagt Hauke. Klar werde es viel Kraft kosten und binden. Ein Problem in einer kleinen Verwaltung, die an kaum einer Stelle mehr als einen Mitarbeiter pro Bereich hat. „Aber wir können deshalb trotzdem nicht die Zukunft der Stadt ausblenden.“

Und für diese sei wichtig, Platz für Bauwillige zu bieten. Und einen großen Schandfleck, der am Ortseingang für alle sichtbar liegt, zu beseitigen.

Von Celina Aniol

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