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Rheinsberg Spielplatz nun doch aus Holz
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19:06 24.09.2019
Die Rheinsberger Verwaltung fürchtet, dass die Spielgeräte aus Holz schnell kaputtgehen. Foto: Joachim Liebe Quelle: Joachim Liebe
Flecken Zechlin

Holz oder Kunststoff? Viele Monate lang haben sich die Rheinsberger immer wieder mit der Frage beschäftigt, ob die neuen Geräte für den Spielplatz in Flecken Zechlin naturbelassen oder doch lieber pflegeleicht sein sollen. Nun gibt es eine erneute Entscheidung: Die Stadtvertreter wollen – wie mehrfach vom Ortsbeirat gefordert und schon einmal von dem Verordneten beschlossen – den Spielplatz mit Mobiliar aus Rubinienholz ausstatten. Allerdings unter einer Bedingung.

So sollen die Spielgeräte aus Holz nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Garantie wie von den Verordneten behauptet auf Metallteile tatsächlich fünf Jahre und auf Holzteile 15 Jahre beträgt. Auf diesen Kompromiss hat Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) gedrungen, um den Pflegeaufwand und die Folgekosten für die Stadt gering zu halten.

Bereits Anfang Mai entschieden die Rheinsberger Stadtvertreter, das Klettergerüst aus Holz zu kaufen. Die Verwaltung setzte den Beschluss aber nicht um. Sie wollte die Verordneten im Nachhinein doch noch von der Kunststoffvariante überzeugen. Auch, weil sie davon ausging, dass die Garantie bei dem Holzspielgerät nur drei Jahre beträgt.

Nun musste das Rathaus Kritik dafür einstecken, den Beschluss zu ignorieren. „Das Spielgerät sollte Pfingsten stehen“, beschwerte sich SPD-Frau Marion Grefrath. Nur weil der Stadtverwaltung die Entscheidung nicht gefiel, sei es nicht bestellt worden. Ein solcher Umgang mit Beschlüssen der Stadtvertreter tue der Demokratie nicht gut.

Die Leidtragenden dieser Auseinandersetzung seien vor allem aber die Kinder, so Lysann Gutenmorgen (CDU). Damit diese flugs eine neue Klettergelegenheit bekommen, soll die Stadt nun so schnell wie möglich den neuen Beschluss umsetzen.

Die neue Konstruktion aus Holz soll 12 000 Euro kosten. Die aus recyceltem Plastik hätte mit 15 500 Euro zu Buche geschlagen.

Nichtsdestotrotz werden neue Spielgeräte in anderen Ortsteile von Rheinsberg in jüngerer Zeit bereits in der Kunststoffausführung aufgestellt. Auch andere Kommunen setzen bei den Spielplätzen oft auf andere Materialien als Holz. So lässt die Stadt Neuruppin die maroden Holz-Kletterlandschaft an der Montessorischule nun neu anlegen – in Edelstahl.

Von Celina Aniol

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