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Rheinsberg Ausschuss für Fußgängerzone im Herzen der Stadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Ausschuss für Fußgängerzone im Herzen der Stadt
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13:35 30.10.2019
Schon das Konzept der Bürgerinitiative sieht vor, dass dieser Teil der Mühlenstraße autofrei wird. Die Linken wollen lediglich, dass die Fußgängerzone größer ausfällt. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Der Rheinsberger Verkehrsausschuss hat sich in dieser Woche mehrheitlich für die Umwandlung der Mühlenstraße in eine Fußgängerzone ausgesprochen. Der aktuelle Antrag der Linken sieht vor, dass die Autos zuerst aus der Mühlenstraße, später auch aus einem Teil der Schloßstraße verbannt werden.

Dadurch würde das Zentrum der Stadt deutlich attraktiver, so Linken-Fraktionschef Freke Over. Er wolle aber durch den Vorstoß auch den Druck auf das Land erhöhen, in Rheinsberg einer Umgehungsstraße zu bauen.

Linke: Anderer Weg, gleiche Stoßrichtung

Over betonte auch, dass die Bürgerinitiative „Wir – Bürger von Rheinsberg“ hinter dem Vorstoß steht. Die BI hat 2018 ein Konzept erarbeitet, das unter anderem eine Einbahnstraßenregelung für die Mühlenstraße vorsieht. Die Stadt hat beschlossen, sich dem anzuschließen. Seitdem laufen Gespräche mit dem Land, ob diese Idee umgesetzt werden kann (die MAZ berichtete). „Wir beschreiten zwar mit unserem Vorschlag einen anderen Weg, haben aber dieselbe Zielstellung“, so der Linken-Politiker.

Das bestätigte auch Elke Hintz von der BI auf MAZ-Anfrage. Ein autofreies Zentrum sowie der Bau einer weiträumigen Umgehung seien ausgesprochene Ziele der Initiative.

Initiative: „Wunderbarer Akt zivilen Ungehorsams“

Die Einbahnstraßenregelung mit Verengung der Fahrspur und Verbreiterung der Fußgängerwege sei nur als ein Zwischenschritt in diese Richtung geplant gewesen. Die BI habe nicht sofort auf eine Fußgängerzone gepocht, um die Chancen zu erhöhen, schnell eine Entlastung der Verkehrssituation und somit der Menschen in der Mühlenstraße zu erreichen.

Hintz begrüßt auch den Hintergedanken, durch die Sperrung des Zentrums für die Autos, den Druck auf übergeordnete Stellen zu erhöhen. „Das ist ein wunderbarer Akt zivilen Ungehorsams.“

Sie ist nur etwas skeptisch, ob Rheinsberg wirklich Chancen hat, die autofreie Zone einzurichten. Schließlich ist die Mühlenstraße eine Landes-, und die Schloßstraße sogar eine Bundesstraße. „Wir sollen das aber versuchen.“ Das meint auch Freke Over, auch wenn ihm klar ist, dass übergeordnete Stellen in diesem Fall das Sagen haben. „Natürlich können uns Land und Bund in die Suppe spucken. Wenn wir es aber nicht versuchen, werden wir nicht schlauer.“

Von Celina Aniol

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