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Rheinsberg Young Voices auf „A Souljourney“ in Rheinsberg
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10:31 02.01.2019
Young Voices gastieren beim Neujahrskonzert im Rheinsberger Schlosstheater Quelle: Regine Buddeke
Rheinsberg

Die erste Premiere ist der Mann, der das Konzert eröffnet. „Ich bin der Neue“, stellt sich Felix Görg dem Publikum im ausverkauften Schlosstheater vor. Görg, ein Bassist und Experte für historische Aufführungspraxis, der zuletzt in Leipzig tätig war, hat ab diesem Neujahrstag seinen Dienst als Leiter der Musikakademie Rheinsberg angetreten. Es ist quasi sein erster öffentlicher Auftritt.

Kann das Jahr schöner beginnen? Die Young Voices, junger sängerischer Spitzennachwuchs aus Brandenburg, brilliert in Chor und Solo bei „A Souljourney“.

Er sei froh, hier zu sein, bekennt er und das aufgeregt-erwartungsvolle Lächeln in seinem Gesicht zeigt, dass er sich auf die Aufgabe freut, die Musikakademie nicht nur fortzuführen sondern auch mit vielen neuen Ideen weiterzuentwickeln. Ebenso ist es ihm eine Freude, die Stars des Abends anzukündigen. „Immerhin ist es ein Kernprojekt der Musikakademie, jungen musikalischen Talenten eine Bühne zu bieten. Und nicht nur das – auch eine Möglichkeit, sich künstlerisch weiterzuentwickeln. „Sie können arbeiten, sich austauschen, chillen, konzertieren und auftreten“, sagt der 34-Jährige und macht die Bühne frei für die Young Voices Brandenburg.

Derzeit wird am eigenen Album gearbeitet

Der Landesjugendjazz- und Popchor – so erklärt es deren künstlerischer Leiter Marc Secara, ist ein Projektensemble, das 1999 vom Verband der Kunst- und Musikschulen Brandenburg ins Leben gerufen wurde und sich aller zwei Jahre neu formiert. Begabte junge Stimmen bereiten sich in diesem Programm zur Hochbegabtenförderung – ähnlich wie beim Landesjugendsinfonieorchester und Landesjugendjazzorchester – in intensiven Probenphasen auf ihre Karriere vor – viele der Ehemaligen nahmen später ein Gesangsstudium an renommierten Musikhochschulen auf, schafften den Sprung ins Bundesjugendjazzorchester oder ergatterten Plattenverträge. Sie erlernen während ihrer Probenphasen, die oft auch in Rheinsberg stattfinden, Chorsätze, arbeiten unter professioneller Begleitung an ihrem Ausdruck, der Stimmtechnik, Bühnenperformance und ihrer künstlerischen Professionalität.

Young Voices Brandenburg wurden 1999 gegründet

„Ain’t no mountain high enough“ – schon der erste Song reißt ordentlich mit. Die Mädels am Mikro hauen das Stück von Diana Ross in den Äther dass es kracht. Und auch der Chor im Hintergrund bietet weit mehr als nur optische Akzente – jeder der 18 Talente ist farbenfroh-individuell in Klamotten der vergangenen Jahrzehnte seit den Sechzigern gekleidet. Klar, es geht auf „Souljourney“ durch die Epochen, so heißt das Programm. „What a wonderful World“ von Louis Armstrong, „A little bit Respect“ von Aretha Franklin, „Livin‘ in America“ von James Brown, „I Don’t wanna lose you“ von Tina Turner – schnell wird klar, wohin die Reise geht. Und ebenso schnell ist zu hören, dass jeder der 18 jungen Chorsänger das Zeug zum Solisten hat. Ein ums andere Mal werden die mitreißenden und gänsehautträchtigen Darbietungen vom Publikum heiß gefeiert.

Marc Secara, selbst ein renommierter Jazz- und Pop-Sänger, leitet die Young Voices seit 18 Jahren und führt in seiner charmanten Sonnyboy-Art durchs Programm. Dieser Projektchor sei etwas ganz Besonderes, lässt er wissen. Nicht nur, dass „A Souljourney“, das erste Projekt der zwei Jahre, immerhin auf der Bühne der Deutschen Oper und in Zusammenarbeit mit der hauseigenen Bigband stattfand. Sondern auch, dass kurz darauf das zweite Projekt rund um Jazzlegende Duke Ellington eine Kooperation mit dem Landesjugendjazzchor Brandenburg war. Gemeinsam führt man das „2nd Sacred Concert“ auf – eines von drei Requiems, die Ellington in seiner letzten Lebensdekade schrieb und als das Wichtigste bezeichnete, was er jemals getan hätte. Aus beiden Projekten wurden Lieder ins Programm des Neujahrskonzerts aufgenommen. Nicht zu vergessen das neue Album, an dem die Young Voices gerade arbeiten. Und – um allem noch die Krone aufzusetzen: „Die berühmte NDR-Bigband hat uns für ein gemeinsames Konzert in 2019 angefragt“, freut sich Secara.

Alle zwei Jahre wechselt die Besetzung

Weiter geht es im Programm. Mal glasklar, mal swingend-cool, mal rauchig-sexy, mal mit der vollen Rockröhre: Die jungen Stars von morgen lassen keine Wünsche offen. Der Applaus am Ende ist gewaltig, es wird getrampelt, viele stehen auf. Dafür gibt’s noch zwei Zugaben – beides Weltpremieren. „Das haben wir noch nie live gesungen“, offeriert Marc Secara das Lied „Brave“ von Sara Bareilles – ein brandaktuelles Stück übers Mutig sein, um die Welt zu verändern. Und last not least treten alle nach vorn – ohne Mikro und ohne Band. Warum? „I’m light“ heißt der Song – ich bin leicht. Klare Sache.

Von Regine Buddeke

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