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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberger Baustelle wird zum Problemfall
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberger Baustelle wird zum Problemfall
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15:27 06.05.2015
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Rheinsberg

Die Ansage saß. Rheinsbergs Ortsvorsteher Sven Alisch hat in der Stadtverordnetensitzung einen Baustopp an der Paulshorster Straße gefordert. "Ich bin tief enttäuscht von dem, was dort läuft", so Alisch. "Ich bezeichne die Baustelle als eine Katastrophe. Ich habe die Schnauze voll, ständig mit Anfragen der Anlieger konfrontiert zu werden."

Problematisch sei außerdem die Straßenbeleuchtung. Die Baufirmen haben die Bürgersteige um die alten Leuchten herumgebaut. Wenn neue Lampen kommen, müsse das frisch verlegte Pflaster wieder aufgerissen werden. Eine Laterne steht zudem mitten auf dem schmalen Gehweg, sodass weder Rollstühle noch Kinderwagen vorbeikommen. "Es muss doch dem trotteligsten Bauingenieur auffallen, dass das nicht geht", ereiferte sich Alisch. Schon bevor dem Ortschef der Kragen platzte, rügten einige Einwohner und Stadtverordnete die Abläufe an der Baustelle. Jürgen Burde etwa meint, das Rathaus sei mit dem Bau völlig überfordert.

Der amtierende Bauamtsleiter Thomas Lilienthal verteidigte sich in der Sitzung nur zaghaft. Er berichtete, dass die Ablaufpläne bei den Firmen längst angefordert seien, sie die Unterlagen allerdings nicht liefern. Am Tag nach der Stadtverordnetenversammlung wurde Lilientahl deutlicher. Zwar gebe es immer wieder Probleme, die im Bauamt gemeldet werden. Im Schnitt rufen vier Anlieger pro Tag an, zu Spitzenzeiten 20, gern auch um 6 Uhr morgens und am Wochenende. Aber ansprechbar sei er immer, betonte Lilienthal. Und die Differenzen seien auch ausnahmslos einvernehmlich gelöst worden. In dieser Woche sollen die Absprachen schriftlich festgehalten werden.

Die Verwaltung habe zudem die Gehweghöhen markiert, damit Grundstückseigentümer rechtzeitig sehen, ob diese für sie problematisch sind. Dass die untere Schicht liegen bleibt, sei allerdings geplant und bekannt gewesen. Anders sei es bei der Beleuchtung. Da sei operativ entschieden worden, dass alte Laternen statt teure provisorische Lampen eingesetzt werden. Dass dadurch einige Platten neu verlegt werden müssen, sei unproblematisch. Selbstredend werde auch die im Weg stehende Laterne nach dem Bauende verschwinden. "Alles andere wäre ein grober Planungsfehler", so Lilienthal.

Den Ruf nach einem Baustopp finden Lilienthal und Bürgermeister Jan-Pieter Rau unverhältnismäßig. Den könne es nur geben, wenn tatsächlich Fehler begangen wurden. Es werde aber so gebaut, wie geplant wurde. "Ein Baustopp kann immer nur das letzte Mittel sein", sagt Rau.

Von Celina Aniol

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