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Ostprignitz-Ruppin Rücktritt von Ausschusschef gefordert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rücktritt von Ausschusschef gefordert
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12:06 26.02.2018
Thomas Voigt ist umstritten. Quelle: Peter Geisler
Walsleben

Große Unruhe herrscht derzeit im Amt Temnitz. Erst hat es der Amtsausschuss vor einer Woche bei Stimmengleichheit abgelehnt, die Dienstzeit von Amtsdirektorin Susanne Dorn ohne Ausschreibung um acht Jahre zu verlängern – am Dienstag informierte Johannes Oblaski, der Bürgermeister der Gemeinde Temnitzquell, über einen Antrag zur Abwahl von Thomas Voigt als Chef des Amtsausschusses.

Dreimal gegen den Haushalt gestimmt

Der Bürgermeister der Gemeinde Temnitztal habe nicht nur in den vergangenen drei Jahren jeweils ohne Begründung gegen den Haushalt des Amtes gestimmt, sondern zu Jahresbeginn auch den Beschluss missachtet, vor dem Entscheid zu einer möglichen Fortführung der Amtszeit von Susanne Dorn die Mitglieder des Ausschusses zu einem Sondierungsgespräch einzuladen. Bei diesem Treffen sollte über mögliche „Nickligkeiten“ gesprochen werden, die nicht unbedingt in die Öffentlichkeit gehören, so Oblaski. Doch das Sondierungsgespräch fand nicht statt. „Das Vertrauensverhältnis ist missbraucht und verletzt worden“, sagte Oblaski. Auch die Bürgermeister der Gemeinde Storbeck-Frankendorf, Hans-Jürgen Berner, und Detlef Scholz, Chef der Gemeinde Märkisch Linden, haben den Abwahlantrag unterschrieben, ebenso wie Regina Bäker aus Kränzlin, die Mitglied des Amtsausschusses ist.

Voigt: War unzufrieden mit der Amtsdirektorin

Thomas Voigt reagierte gelassen auf den Abwahlantrag. Auf die Vorwürfe ging er aber nicht ein. Vielmehr wertete Voigt den Antrag als Reaktion darauf, dass der Ausschuss Dorns Dienstzeit nicht einfach ohne Ausschreibung verlängern wollte. „Wir waren unzufrieden mit ihr, haben das aber nicht nach außen getragen“, so Voigt. Zugleich beschuldigte Voigt die drei Bürgermeister, mit ihrer Aktion das Amt Temnitz zu spalten.

Der Amtsausschuss trifft sich bereits am Mittwoch, 7. Februar, wieder. Bis dahin dürfte es weitere Diskussionen in den Gemeinden und Ortsteilen geben. Am Dienstagabend wollten die Gemeindevertreter von Dabergotz zusammen kommen, am Mittwochabend tagen die Gemeindevertreter von Walsleben im Dorfgemeinschaftshaus.

Von Andreas Vogel

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