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Ostprignitz-Ruppin Mehr Komfort für Babys und Eltern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr Komfort für Babys und Eltern
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18:18 23.07.2014
Klinik-Chef Matthias Voth, Chefarzt Bernd Christensen, Landrat Ralf Reinhardt, Chefarzt Peter Kroschwald (v.l.) vor Haus S. Quelle: C. Schmettow
Neuruppin

Das sogenannte "Rooming in" wird für viele Familien immer wichtiger. Viele müssen inzwischen weite Wege fahren, um in Neuruppin - einem der wenigen verbliebenen Geburtszentren im Land Brandenburg - ihr Kind auf die Welt zu bringen. Wenn der Vater bei der Mutter bleiben möchte, eventuell noch Geschwisterkinder vorhanden sind, die ebenfalls betreut werden müssen, dann wird es schwierig. Dem wollen die Ruppiner Kliniken im neuen Haus Rechnung tragen mit mehr geeigneten Räumen, Betreuungsangeboten und zeitgemäßeren Zimmern. Die Zeiten, in denen es Toiletten und Duschen nur auf dem gemeinsamen Flur gab, sollen dann der Vergangenheit angehören.

Geburtshilfe auf höchstem Niveau

Die heutige Geburtsklinik sei ja eigentlich eine Frauenstation, sagt der Chefarzt Bernd Christensen. Nicht jeder Gebärenden sei es angenehm, auf dem Weg zur Toilette fremden Vätern zu begegnen. Und weil der Flur zu schmal ist, müssen Frauen nach einem Kaiserschnitt umgebettet werden, ehe sie in ihr Zimmer können. Ärztinnen, Hebammen und Schwestern hätten mit ihrem Engagement über manche bauliche Unzulänglichkeit hinweggeholfen, sagt der Chefarzt. Matthias Voth, Geschäftsführer der Pro-Klinik-Holding, möchte die heutige Geburtsklinik keinesfalls schlechtreden. Medizinisch sei alles auf dem neuesten Stand. Doch nun sei es an der Zeit, in Neuruppin die Anforderungen an eine moderne, familiäre Geburtshilfe auf höchstem Niveau zu investieren. Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der kreiseigenen Klinik-Holding haben der Millioneninvestition zugestimmt. Schon im Frühjahr 2015 wird mit dem Bau begonnen. Das denkmalgeschützte und vor wenigen Jahren erst modernisierte Haus S wird dazu komplett entkernt und neu ausgebaut.

Bis zu 150 Kilometer Anfahrt

Dass es in Neuruppin eine Frühchen-Station gibt, sei nicht selbstverständlich, sagt der Leiter der Kinderklinik, Peter Kroschwald. Es sei die einzige in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel. Wenn ein Krankenhaus in der Stadt eine Abteilung schließt, die sich nicht rechnet, dann müssten die Leute eben fünf Kilometer weiterfahren - auf dem Land seien es schnell 150 Kilometer. Deshalb haben die Ruppiner Kliniken das Ziel, alles anzubieten, sagt Matthias Voth. Leider werde dieser Mehraufwand auf dem Lande von den Krankenkassen nicht ausreichend honoriert.

Von Christian Schmettow

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