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Ostprignitz-Ruppin Sanierungsstau bei der Musikkultur
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sanierungsstau bei der Musikkultur
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18:56 09.09.2019
Schlosstheater in Rheinsberg: Was nach außen hin prunkvoll aussieht, ist zum Teil noch renovierungsbedürftig. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

Der Sanierungsstau an den Gebäuden der Musikkultur Rheinsberg beläuft sich auf rund sieben Millionen Euro. Das sagt Geschäftsführer Thomas Falk. Für einen Teil der Arbeiten ist die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten verantwortlich. Es geht dabei um den sogenannten Neuen Flügel des Kavalierhauses.

Schnell wird die Erneuerung dort allerdings vermutlich nicht in Angriff genommen. Frühestens 2022 könne die Schlösserstiftung mit der Planung dieser Investition starten, die Teil des Investitionsprogramms des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg ist, sagt Stiftungssprecher Frank Kallensee. Mit dem Beginn der Arbeiten rechnet Falk, der diese auf rund 4,2 Millionen Euro beziffert, frühestens in fünf oder sechs Jahren – und das, obwohl bereits vor Jahren eine schnelle Sanierung in Aussicht gestellt wurde.

Kein passendes Förderprogramm

Noch ungewisser ist die Lage beim unsanierten Rest, also dem Gästehaus der Musikakademie und dem Theaterflügel samt Schlosstheater. Die Schlösserstiftung ist der Meinung, dass dort die Stadt als Pächterin oder die Musikkultur als Mieterin einspringen müssen. Das ist auch Falk klar. „Mit unserem regulären Haushalt ist das aber nicht zu stemmen.“ Immerhin sollen diese Arbeiten rund 2,8 Millionen Euro kosten, berichtet Falk. Deshalb befinde sich die Gesellschaft in Gesprächen mit ihrem Mehrheitsgesellschafter, dem Land. „Im Moment gibt es aber kein Förderprogramm, in das wir reinpassen.“

Auch die Stadt erkennt, dass in den Gebäuden am Schloss, die sie seit 1997 pachtet, eine Grundsanierung ansteht, sagt Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow. Er setzt dabei ebenfalls auf das Land.

Konstellation könnte sich verändern

„Wir haben es damals nur gepachtet, damit die Musikakademie Fördergeld bekommen kann“, erklärt er die eigenartige Pacht-Miet-Konstellation. „Wir reichen den Vertrag nur weiter, ohne jeglichen Aufschlag.“ Dass die Kommune nun auch noch kräftig in die Häuser investieren sollte, sieht er nicht ein.

Vielleicht gibt es aber eine andere Lösung. Denn die Schlösserstiftung könnte die Häuser schließlich auch direkt an die Musikkultur vermieten. „Hierzu wurden erste konstruktive Gespräche mit allen Beteiligten geführt, weitere sind vereinbart“, sagt Kallensee. Ergebnisse gebe es aber noch keine.

Sanieren und Schäden beseitigen in einem Wisch

Weiterhin offen ist ebenfalls, wer für den Wasserschaden im Gästehaus aufkommen muss (die MAZ berichtete). Die Sanierung dieses Hauses wird auf rund eine halbe Million Euro geschätzt. Egal aber wer am Ende zahlt, wäre es aus Sicht Schwochows sinnvoll, zeitgleich den Schaden zu beseitigen und das Gebäude zu sanieren. „Das würde Kosten sparen.“

Von Celina Aniol

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