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Ostprignitz-Ruppin Schleuse dicht: Einbußen bei Charterfirmen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schleuse dicht: Einbußen bei Charterfirmen
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13:10 06.03.2019
Wirtschaftsfaktor: Wassertourismus. Quelle: Peter Geisler
Rheinsberg

Für die Boots-Vermieter aus der Region Zehdenick war es ein Hiobsbotschaft: Die an der Obereren-Havel-Wasserstraße gelegene Schleuse Zaaren bleibt wegen Bauarbeiten bis August geschlossen. Ein wichtiger Wasserweg zwischen Berlin und der Mecklenburgischen Seenplatte ist damit gekappt. „Es ist als würde man eine Hauptschlagader durchtrennen“, sagt der Chef des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland Peter Krause.

Die Schließung der Schleuse macht auch Boots-Verleihern aus Ostprignitz-Ruppin Probleme – zumindest dann, wenn sie Berlin-Touren im Programm haben. Die Mitarbeiter des in Rheinsberg und Berlin beheimateten Unternehmens Lanke Charter versuchen derzeit allen Kunden, die eine solche Tour gebucht haben, Alternativangebote zu machen. „Begeistert sind unsere Kunden natürlich nicht“, sagt Geschäftsführer Alexander Schwabe.

Teure Straßen-Transporte

Noch ist keiner von Schwabes Kunden abgesprungen. Doch hat er noch nicht mit allen verhandeln können. Kostspielig wird die Schleusenschließung aber auf jeden Fall. Denn alle Boote liegen im Rheinsberger Winterlager. Anders als bisher können die für Berlin bestimmten Boote jedoch nicht auf dem Wasserweg dorthin gebracht werden. Schwabe muss teure Transporte über die Straße buchen. Pro Boot Kosten von bis zu 1500 Euro.

Eigentlich hatten die Arbeiten an der Schleuse im April abgeschlossen sein sollen. Eine aufwändige Munitionsräumung und schwieriger Baugrund verzögerten das Projekt jedoch. Schwabe erfuhr erst kürzlich von der deutlich längeren Schließzeit. Er fürchtet jetzt, nicht mehr alle Boote rechtzeitig zur Saison zu ihrem Einsatzort bringen zu können. „Allein die Genehmigung des Transports braucht sechs Wochen.“

Weniger Strecken, mehr Boote

Die Folgen der Schleusenschließung werden nach Einschätzung Schwabes in der gesamten Region zu spüren sein. Weil die Tour in Richtung Berlin wegfällt, werden mehr Boote auf den westlich der Schleuse Zaaren gelegenen Gewässern unterwegs sein, sagt er: „Es wird noch voller an den Schleusen.“

Die Industrie- und Handelskammer geht davon aus, dass die unmittelbar betroffenen Unternehmen einen wirtschaftlichen Schaden von mehreren Hunderttausend Euro erleiden. „Wir hoffen auf Kompensationen“, sagt Tourismusverbandschef Krause.

Von Frauke Herweg

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