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Ostprignitz-Ruppin Schwere Unwetterschäden in Kyritz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schwere Unwetterschäden in Kyritz
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17:01 11.06.2014
Sturmböen fetzten die Dachhaut von der Kyritzer Linden-Schule. Pappe und Isolierung flogen bis auf die andere Straßenseite. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz‒

27-mal rückte allein die Kyritzer Feuerwehr gestern ab Mittag aus - beispielsweise zu umgestürzten Bäumen zwischen Blechernhahn und Stolpe, zwischen Lohm und Voigtsbrügge, Gumtow und Dannenwalde.

Mitte Juni zogen kräftige Unwetter über den Westen und Norden Brandenburgs hinweg. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin war besonders stark betroffen.

Heftig traf es das nordwestliche Kyritzer Stadtgebiet. Der Sturm riss das Dach von der Linden-Schule in der Perleberger Straße und schleuderte es bis auf die gegenüberliegende Straßenseite. Auf dem Krankenhausparkplatz wurden mehrere Fahrzeuge von umstürzenden Bäumen schwer beschädigt.

In Mechow stürzte ein Baum auf einen Flüssiggastank. Für den Feuerwehreinsatz musste die B 5 teilweise gesperrt werden. Vorläufigen Polizeiangaben zufolge, wurde zum Glück bei alldem niemand verletzt. Schon in der Nacht zum Dienstag hatte sich dieser Sommer mit einem Knall zu Wort gemeldet. Anhaltende Gewitter mit Sturmböen und stürzenden Bäumen ließen zumindest die Feuerwehrleute in Kyritz, Kötzlin, Berlitt und Rehfeld kaum zur Ruhe kommen.

Großartige Abkühlung brachten diese ersten Unwetter nicht. Noch am Mittwoch stieg das Thermometer erneut bis in schweißtreibende Regionen. Für viele Schulen bedeutete das zum wiederholten Male hitzefrei. Gabriele Jennrich, Schulleiterin der Kyritzer Linden-Schule, berichtete beispielsweise: "Ich habe gerade noch mal einen Rundgang gemacht. Wir haben hier 28 bis 29Grad." Auch in anderen Schulen wurden die Kinder gegen Mittag nach Hause geschickt.

Weitere Schäden

  • Das Unwetter tobte im Kreis Ostprignitz-Ruppin nur kurz, war aber heftig.
  • Die Feuerwehr musste an vielen Einsatzorten zugleich aktiv werden: bei Bäumen auf Straßen, bei vollgelaufenen Kellern, aufschwimmenden Tanks und auch zwei Verkehrsunfällen.
  • Betroffen war auch die Berlin-Hamburger Bahnstrecke. Einige Bundes-, Landes- und Kreisstraßen waren zeitweise nur eingeschränkt befahrbar. Ebenso wurden Telefonleitungen beschädigt.
  • Insgesamt kam es im Landkreis zu etwa 95 wetterbedingten Einsätzen.

In den Strandbädern in Kyritz und Wusterhausen steckte man den daraus resultierenden Besucheransturm am Dienstag locker weg - wie seit Tagen schon. "Wir haben hier jeden Tag volles Haus", sagte Jörg Bohnsack vom Wusterhausener Strandbad. Mit aktuell 22Grad Celsius versprechen der Klempow- und der Untersee noch echte Erfrischung. Bohnsack ist zufrieden: "Durch die heißen Tage haben wir jetzt das reingeholt, was zu Saisonstart noch nicht so gut lief." In Kyritz schloss man sich dieser Einschätzung an.

Deutlich schwerer in Sachen Abkühlung hatten es die Neustädter: Das Freibad ist immer noch geschlossen. "Bei uns tummelt sich niemand", stellt Schwimmmeisterin Anke Engelmann mit Bedauern fest. Sie wartet weiterhin auf den Abschluss der Sanierungsarbeiten am Becken. Immerhin habe man über Pfingsten den Besuchern des Neustadt-Treffens die Außenduschen zur Verfügung gestellt. Und Kinder konnten im kleinen Becken planschen. In ein, zwei Wochen soll nun auch in Neustadt die Badesaison beginnen. Eines ist aber klar: Bis dahin darf das Wetter noch an sich arbeiten.

Von Alexander Beckmann

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