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Ostprignitz-Ruppin Skaterpark wird runderneuert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Skaterpark wird runderneuert
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19:11 26.03.2018
Die alten Geräte haben nach 20 Jahren schon sehr gelitten. Selbst dringende Reparaturen sind kaum noch möglich – oder bezahlbar. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die Sanierung und Neugestaltung des Skaterparkes neben der alten Schwimmhalle von Neuruppin wird etwas teurer als anfangs geschätzt. Bereits im Oktober hatten die Stadtverordneten eine Summe von 150 000 Euro freigegeben, damit die Stadtverwaltung eine Firma damit beauftragen kann, die Skateranlage wieder auf Vordermann zu bringen. Inzwischen hat die Stadt Neuruppin das Projekt ausgeschrieben und musste feststellen, dass der Betrag nicht ausreicht. Am Montag haben die Stadtverordneten noch einmal die Hand gehoben und weitere 14 700 Euro bewilligt. Damit kann die Stadt noch in diesem Jahr den Zuschlag für die Planung und den Bau eines neuen Skaterparks an derselben Stelle erteilen.

Rund 20 Jahre ist es her, dass sich Neuruppin an der Heinrich-Rau-Straße mit Fördermitteln eine große Anlage für Skater geleistet hat. Damals war sie modern, und Jugendliche aus anderen Städten haben mit Neid auf Neuruppin geschaut. Inzwischen ist die Anlage jedoch ziemlich heruntergekommen.

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Die Geräte sind abgenutzt, der Reparaturbedarf nimmt immer mehr zu. Ein Problem: Geräte wie die Neuruppiner gibt es heutzutage kaum noch. Deshalb wird es auch immer schwerer Firmen zu finden, die die bestehenden ausbessern können. Manche Reparaturen sind schon nicht mehr möglich. Teilen des Parks droht deshalb in absehbarer Zeit die Sperrung.

Die alten Geräte sind nicht mehr zu retten

Die Stadtverwaltung hatte gehofft, den Skaterpark nach dem Bau des Kreisels an der Einmündung von Fehrbelliner und Heinrich-Rau-Straße wieder in besserem Zustand herrichten zu können. Damit die Fahrzeuge um die Kreiselbaustelle herumgeleitet werden konnten, wurden die Geräte damals teilweise abgebaut. Erst dabei zeigte sich, in wie schlechtem Zustand einige von ihnen sind. Der Neuruppiner Baudezernent Arne Krohn hatte deshalb schon vor Jahren erklärt, dass eine Sanierung wie gehofft gar nicht mehr möglich sei. Im Rathaus hatten sich aber auch immer wieder Jugendliche gemeldet, die forderten, dass am Skaterpark unbedingt etwas passieren müsse. Die Anlage ist nach wie vor ein beliebter Treffpunkt für junge Neuruppiner.

Weil Reparaturen nicht mehr realistisch erscheinen, soll jetzt ein neuer Skaterpark entstehen. Dessen Planung will die Stadt an ein externes Unternehmen vergeben.

Workshop mit den jungen Nutzern geplant

Das soll aber nicht einfach so arbeiten, wie sich das Erwachsenen vorstellen. Aufgabe der Firma wird es unter anderem sein, in die Konzeption die jugendliche Nutzer einzubeziehen. Dazu wird es im kommenden Jahr einen Workshop geben, heißt es in der Beschlussvorlage aus dem Rathaus.

Einige der Skater hatten schon früher erklärt, dass sie so aufwändige Geräte wie sie bisher im Skaterpark stehen, gar nicht immer brauchen. Sie wünschten sich teilweise ganz andere Anlagen, die mit weniger Aufwand zu installieren und zu warten wären.

Die Stadtverordneten stimmten dem rund 165 000 Euro teurem Vorhaben am Montag ohne Fragen zu. Der Etat in diesem Jahr hat offensichtlich noch so viel Geld übrig gelassen, dass die Finanzierung kein Problem ist. Ohne den Druck der Nutzer wäre es soweit aber kaum gekommen. „Unser Dank geht an de Jugendlichen, die sich dort immer aktiv einbringen“, sagte dann auch der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Gerd Klier (Die Linke).

Von Reyk Grunow

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