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Ostprignitz-Ruppin Sparkasse verabschiedet sich von Sparmodell
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sparkasse verabschiedet sich von Sparmodell
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14:43 28.07.2019
Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin will sich jetzt auch vom Prämiensparmodell trennen. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

 Wegen der seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsphase will sich jetzt auch die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin von ihrem „Prämiensparmodell“ verabschieden, das in den 1990er und frühen 2000er Jahren tausendfach angeboten wurde. Denn dabei erhalten Sparer zusätzlich zu einem Grund- oder Basiszins eine festgelegte Prämie. Diese fällt umso höher aus, je länger der Vertrag läuft.

Doch genau dieser Anreiz für Sparer ist für die Banken angesichts der Niedrigzinsphase zum Problem geworden. Deshalb versuchen die Kreditinstitute, diese Verträge nun wieder loszuwerden.

„Schon vor einigen Jahren ist uns aufgefallen, dass klassische Sparprodukte kaum noch Rendite aufweisen“, sagt Petra Beister von der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin. Dort werden demnach derzeit mehr als 5800 Produkte mit dem Namen „S-Prämiensparen flexibel“ geführt.

Aktuell prüft die Sparkasse noch, ob sie das „renditeschwache“ Prämiensparen kündigt. Andere Banken haben das längst getan – weshalb sich sogar der Bundesgerichtshof bereits mit dem Thema beschäftigt hat.

Bundesgerichtshof gibt den Sparkassen Recht

Zum Leidwesen der Sparen hat das oberste Gericht im Mai entschieden, dass Prämiensparverträge gekündigt werden können, wenn die höchste Prämienstufe erreicht wurde (Aktenzeichen: XI ZR 345/18). In dem Fall ging es um drei Verträge, die die Kreissparkasse Stendal in Sachsen-Anhalt 1996 und 2004 geschlossen hatte. Die höchste Prämienstufe wird in der Regel nach 15 Jahren erreicht.

Die Verbraucherzentrale Sachsen kennt Hunderte ähnlich gelagerter Fälle, berichtet die Stiftung Warentest. Demnach unterstützt die Verbraucherzentrale Sachsen mehrere Klagen gegen die Sparkasse Zwickau und gegen die Erzgebirgssparkasse. „Hinsichtlich der Prämiensparverträge, in denen eine konkrete Laufzeit vereinbart wurde, sind wir unverändert optimistisch“, sagte Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen, der Stiftung Warentest.

Verbraucherzentrale rät zum Widerspruch

Heyer rät deshalb, den Kündigungen zu widersprechen. Die Verbraucherzentrale Sachsen hat zudem Mitte Juni gegen die Sparkasse Leipzig eine sogenannte Musterfeststellungsklage eingereicht, der sich Betroffene laut der Stiftung Warentest ohne Prozesskostenrisiko anschließen können.

Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin setzt darauf, möglichst viele ihrer bisherigen Prämiensparer für ein neues Angebot begeistern zu können. „Das Sparkassen-Finanzkonzept sichert eine maßgeschneiderte Planung, die sich den Wünschen der Sparer anpasst“, so Sprecherin Petra Beister in Neuruppin.

Versüßt wird der Wechsel zu einem neuen Angebot mit einem Startguthaben von 120 Euro. Allerdings gelte dieses nur, wenn sich die Sparer bis spätestens 30. September für einen Wechsel entschließen, heißt es.

Die Sparkasse verabschiedet sich von ihrem alten Sparmodell. Quelle: Andreas Vogel

Indes kämpfen die Verbraucherzentralen Sachsen und Sachsen-Anhalt nicht allein gegen die Kündigung der Prämiensparverträge. Vielmehr bieten sie ebenfalls eine Überprüfung an, ob die Verzinsung über all die Jahre, in denen der Prämiensparvertrag lief, korrekt war.

Nach den Erfahrungen der Verbraucherschutzzentralen lohnt sich die Überprüfung für die Sparer, so die Stiftung Warentest. Denn die Nachzahlungen der Sparkassen waren meist um ein Vielfaches höher als die Kosten für die Prüfung. Diese liegen für Sparer aus der Region in Sachsen bei 85 Euro und in Sachsen-Anhalt bei 60 Euro.

Nach einer Schätzung der Verbraucherzentrale Brandenburg ist in der Mark bisher etwa nur jeder Zehnte von rund 50.000 Sparplanbesitzern von einer bevorstehenden Kündigung seines Vertrages betroffen. Auf ihrer Internetseite hat die Verbraucherzentrale Brandenburg einen Musterbrief, mit dem Sparer gegen eine Kündigung Widerspruch einlegen können.

Von Andreas Vogel

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