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Ostprignitz-Ruppin Spektakuläre Spenden im Tucholskymuseum
Lokales Ostprignitz-Ruppin Spektakuläre Spenden im Tucholskymuseum
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00:21 27.10.2017
Das Schlüsselbrett aus dem Hotel „Fürstenhof“, in dem Else Weil und Kurt Tucholsky im Spätsommer 1911 übernachtet haben sollen. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Das Brett hat eine Patina, die sofort die Atmosphäre längst vergangener Tage hervorzaubert: die mit Blattgold verzierten Kapitäle, die schnörkeligen Zahlen, das fein lasierte Holz, die Anhänger aus Messing, denen man den jahrzehntelangen Gebrauch ansieht. Hinter der Handwerkskunst steckt aber noch mehr: Genau an diesem Brett sollen die Zimmerschlüssel im Rheinsberger Hotel „Fürstenhof“ gehangen haben – und auch schon 1911, als das Paar Else Weil und Kurt Tucholsky auf einem Wochenendausflug dort abstieg, von dem der Autor kurze Zeit danach in der stark autobiografisch gefärbten Novelle „Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte“ schwärmte.

Museumsleiter Peter Böthig vor dem Schlüsselbrett. Quelle: Celina Aniol

Im Sommer hat Thomas Steuber dieses besondere Objekt dem Kurt-Tucholsky-Museum geschenkt. Der Hallenser Gallerist, der gerade auch die Weil-Tucholsky-Medaillons aus Porzellan herstellt, habe das Schlüsselbrett vor einiger Zeit vom Rheinsberger Antiquitätenhändler Frank Krüger erworben – da allerdings noch keinen Bezug zu Tucholsky gesehen, berichtet Museumsleiter Peter Böthig. Denn erst 2014 war bekannt geworden, dass der Schriftsteller nicht im „Ratskeller“, sondern im „Fürstenhof“ nächtigte. Dass das Objekt aus diesem Hotel stammt, sei verbürgt. Denn Krüger selbst soll es von Eva Döring gekauft haben, deren Mutter Reinemachefrau im besagten Haus war. Als das Hotel 1945 den Betrieb eingestellt hatte, habe diese das Schlüsselbrett übernommen.

Auch zwei Sessel sind zu sehen

Bis jetzt war das Unikat nicht zugänglich für die Öffentlichkeit. Jetzt ist es Teil des sogenannten Archivschaufensters. In der aktuellen 18. Auflage des besonderen Ausstellungsformats zeigt das Museum auch zwei Sessel, die aus dem Wohnzimmer Tucholsky stammen und andere laut Böthig „spektakuläre Schenkungen“ dieses Jahres.

Von Celina Aniol

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