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Ostprignitz-Ruppin Sportstättennutzung wird diskutiert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sportstättennutzung wird diskutiert
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16:07 30.11.2017
Bei der Erneuerung des Breddiner Sporthauses vor drei Jahren hatte die Gemeinde den Hut auf. Viele Sportler packten beim Bau mit an. Eine offizielle Nutzungsvereinbarung besteht bisher aber offenbar nicht. Quelle: Alexander Beckmann
Neustadt

Wie weiter mit dem Sport auf dem Dorf? Diese Frage stellt sich derzeit den Sportvereinen in Breddin und Stüdenitz. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben die Gemeindevertretungen dort über eine „Regelung der Sportstättennutzung“ beraten. Das bietet in den Vereinen Raum für Spekulationen.

„Ich weiß, dass da irgendwas angedacht ist“, erklärt auf Nachfrage beispielsweise der Vorsitzende des SV „Victoria“ Breddin, Wulff-Dietrich Maychrzak. „Aber gesprochen hat mit uns noch niemand.“ Selbstverständlich mache man sich Sorgen, dass künftig vielleicht zusätzliche Belastungen auf den Verein zukommen.

Doch dazu besteht nach Auffassung von Wolfgang Burau kaum Veranlassung. Der Bauamtsleiter der Neustädter Amtsverwaltung betont: „Wir wollen nur überhaupt eine Regelung.“ Denn so etwas gebe es in Breddin und Stüdenitz bisher offiziell noch gar nicht.

Die Sportstätten sind meist Eigentum der Kommunen

Die Sportstätten – Fußballplätze, Sporthallen, Kegelbahnen – im Amt Neustadt sind in aller Regel Eigentum der Kommunen. Sie kommen für die Errichtung, die Erhaltung und den Betrieb auf und stellen die Einrichtungen den lokalen Sportgruppen zur Verfügung. Zu welchen Bedingungen das geschieht, ist in den meisten Orten per Satzung geregelt.

Ein typisches Beispiel ist Sieversdorf-Hohenofen. In der dortigen „Satzung zur Nutzung der Sportstätten“ heißt es unter anderem: „Die Sportanlagen werden bevorzugt den Sportvereinen in der Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen sowie für Zwecke der eigenen Jugendarbeit zur Ausübung des Sportes überlassen.“ Festgelegt werden der sorgsame Umgang, die Haftung bei Schäden, eventuelle Veränderungen an den Anlagen, der Umgang mit Strom und Wasser und so weiter. Auch Gebührenordnungen für die Nutzung der Anlagen sind in diesen Satzungen meist enthalten. Neben Sieversdorf-Hohenofen gehen auch Zernitz-Lohm und für den Neustädter Sportkomplex das Amt Neustadt seit Jahren auf diese Weise vor.

Einen Sonderfall gibt es in Dreetz

Die Gemeinde Dreetz stellt gewissermaßen einen Sonderfall dar: Dort hat der Sportverein den Sportplatz nebst Gebäuden von der Kommune gepachtet. Damit ist er auch selbst für den Betrieb und den Werterhalt zuständig. Das bringt zwar Gestaltungsspielräume mit sich, aber der Dreetzer Vereinsvorsitzende Stefan Ollroge meint auch: „Das ist sehr viel Aufwand.“ Gerade all die Verwaltungsfragen wie Verträge, Steuern, Versicherungen und so weiter bedeuteten für einen Verein ein gewaltiges Arbeitspensum. Außerdem kosten Sportanlagen mehr Geld, als sie einbringen. „Ohne Zuschüsse von der Gemeinde würde das gar nicht gehen“, sagt Ollroge. „Unsere Mitgliederzahlen gehen ja auch immer weiter runter.“

Das ist in anderen Dörfern ganz ähnlich. Trotzdem messen die Kommunen dem Sport nach wie vor durchweg große Bedeutung bei. Überall, wo es eine entsprechende Satzung gibt, heißt es darin fast gleichlautend: „Die Unterhaltung von Sportstätten ist eine bedeutsame kommunale Aufgabe.“ Zugleich wird stets in irgendeiner Form die „sinnvolle Nutzung und pflegliche Behandlung“ betont.

Entscheidungen stehen in Breddin und Stüdenitz-Schönermark aus

Auf die eine oder andere Weise sollte das möglichst auch in Breddin und Stüdenitz-Schönermark hieb- und stichfest geregelt werden, schlägt die Amtsverwaltung vor. Das Wie sei derzeit dabei noch weitgehend offen, betont Wolfgang Burau vom Neustädter Bauamt, das auch für die Verwaltung kommunaler Liegenschaften zuständig ist. Zwar habe das Thema auf den Tagesordnungen der Gemeindevertretungen gestanden, doch weder in Breddin noch in Stüdenitz sei bislang eine Entscheidung gefallen. Die Kommunalpolitiker hätten das Thema vertagt. „Wenn wir da erst einmal eine Marschrichtung haben, dann holen wir die Vereine natürlich dazu“, verspricht Burau. „Da soll nichts übers Knie gebrochen werden.“

Von Alexander Beckmann

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