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Ostprignitz-Ruppin Stadtgeschichte kommt nach Werne
Lokales Ostprignitz-Ruppin Stadtgeschichte kommt nach Werne
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13:09 26.10.2017
Heidelore Fertig-Möller, (2.v.r.) erklärte beim Stadtrundgang den Kyritzern die Besonderheiten von Werne. Quelle: Picasa
Kyritz

Auf ein intensives Arbeitstreffen blicken die Heimatvereine Kyritz und Werne (Nordrhein-Westfalen) zurück. „Wir hatten unsere erste Begegnung im Jahr 2016, als die Kyritzer Partnerstadt Werne bei uns zu Besuch war“, erzählt Angela Städeke vom Historischen Heimatverein Kyritz. Seine Mitglieder zeigten den Gästen damals bei einer Bustour einige Ortsteile und luden zur Stadtrundfahrt ein. Damals sprach der frühere Werner Bürgermeister und heutige Vorsitzende des Heimatvereins Werne, Willi Lülf, eine Einladung nach Werne aus. Lülfs Meinung war schon da: „Wir sollten etwas zusammen machen und die Partnerschaft zwischen unseren beiden Städten mit Leben erfüllen.“

Werne bei einer Stadtrundfahrt kennengelernt

Der Besuch zu Sim Jü, der traditionellen Kirmes in Werne, war abgemacht. „Wir hatten aber nicht nur Zeit zum Feiern, sondern auch zum Reden“, sagt Angela Städeke. Sie war nun zusammen mit der Kyritzer Kulturverantwortlichen aus dem Rathaus, Manuela Bismark, in die Partnerstadt gefahren. Beide lernten Werne unter anderem bei einer Rundfahrt näher kennen. „Willi Lülf hat uns die Gegend gezeigt, die Bergmannsiedlungen, die Fördertürme und die Zechen“, erzählt Angela Städeke. Lülf arbeitete einst als Bergwerksingenieur. „Er hat uns alles toll erklärt“, so die Kyritzerin. „Ohne seine Ausführungen hätten wir das Ganze sicher nicht so wahr genommen“, fügt sie begeistert an.

Die beiden Frauen sahen sich auch die Stadt an und trafen sich mit den Wernern zu Gesprächen. Dabei wurde festgelegt, dass es im kommenden Jahr eine Ausstellung in Werne über Kyritz geben soll. Darin stellt sich die Knatterstadt vor. Schauplatz soll das Stadthaus (Rathaus) sein.

Eine Ausstellung gab es bereits im polnischen Walcz

Eine ähnliche Schau hat der Heimatverein bereits zum zehnten Bestehen der Partnerschaft zwischen Kyritz und Walcz dort gezeigt. Vorgestellt wurde die Knatterstadt und ihre Entwicklung – von der Hanse- zur Ackerbürgerstadt. Erzählt wurde die Garnisonsgeschichte und natürlich die Geschichte um den Raubritter Kurt von Bassewitz. Eine Tafel beschreibt die Stadtbrände, eine andere die Lage, Umgebung und Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die Überlegungen gehen sogar dahin, die Schau als eine Art Wanderausstellung durch die Partnerstädte touren zu lassen. Die Basis sei schließlich fertig. „Wir müssen nur die Sprachen immer wieder neu anpassen“, sagt Angela Städeke. Für Werne sieht sie nach dem Besuch dort ganz klar, wo eine Brücke nach Kyritz geschlagen werden kann. Es gibt dort ein Benediktinerkloster, das sich einst von den Franziskanern abgespalten hat, erfuhren die Kyritzer und sehen darin geschichtliche Parallelen. Der größte Unterschied der beiden Klöster: Während im Kyritzer heute niemand mehr lebt, ist das Werner Kloster durchgängig und bis heute von Mönchen bewohnt. Drei sind es momentan, aber es sollen laut Angela Städeke vier werden.

Die Kontakte sollen intensiviert werden

Die Mitarbeiterin des Heimatvereins war zum ersten Mal in Werne und empfand den Besuch als sehr angenehm. Beide Vereine hätten verabredet, Aktionen zusammen zu planen und weitere Kontakte zu knüpfen. Werne habe zudem großes Interesse daran, die Partnerschaft auf noch breitere Schultern zu stellen. Ebenso sei es bei den Polen, die gern auch Kontakte zu anderen Kyritzer Vereinen aufbauen wollen, so Angela Städeke.

Von Sandra Bels

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