Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Viele Sturmschäden durch Unwetter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Viele Sturmschäden durch Unwetter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 15.06.2019
Teile eines großen Baums sind in der Nacht zu Mittwoch auf eine Bushaltestelle in Gnewikow gefallen. Quelle: Privat
Neuruppin/Fehrbellin

Viele umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste, ein Pavillion, der drohte wegzufliegen und stundenlang eine gesperrte Straße – das ist die vorläufige Bilanz des Unwetters in der Nacht zu Mittwoch in Neuruppin und Fehrbellin.

Die Feuerwehren der Fontane- sowie der Rhinstadt waren heute Nacht bei vielen Einsätzen wegen Sturmschäden. Von überfluteten Straßen und Kellern oder Feuern nach Blitzeinschlägen wie in der Umgebung scheint die Region verschont worden zu sein.

Schlimm erwischt hat es vor allem den südlichsten Zipfel des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Alleine an der Straße zwischen Kuhhorst und Flatow sind acht Bäume umgefallen, berichtet der Fehrbelliner Gemeindewehrführer Cornelius Voyé. „Da war es ganz drastisch.“

Ganze Bäume entwurzelt

Um die entwurzelten Riesen wegzuschaffen, mussten sich die Brandschützer einen Teleskoplader von einem landwirtschaftlichen Betrieb leihen. Die Landesstraße 17 sei rund drei Stunden gesperrt gewesen.

Auch auf den Straßen zwischen Hakenberg und Linum, Linum und Flatow, Hakenberg und Wustrau, Dechtow und Karwesee sind wegen der Windböen viele Bäume umgefallen oder Äste abgebrochen. Die Einheiten der Fehrbelliner Feuerwehr waren auf allen diesen Strecken von 2.37 bis 6.45 im Einsatz.

Die Neuruppiner Brandschützer mussten in der Nacht viermal ausrücken. Auch im Bereich der Fontanestadt waren es vor allem Bäume und Äste, die Probleme bereiteten. Ganz heftig waren dabei die Folgen eines Blitzeinschlags in Gnewikow.

Große Äste auf der Bushaltestelle

Dieser ließ die Hälfte eines großen Baums auf die Bushaltestelle fallen, wie die Neuruppiner Brandschützer melden. In der Neuruppiner Lindenallee ist gleich ein ganzer Baum auf die Straße gefallen. In Karwe kamen einige große Äste runter.

Zum ersten Einsatz rückten die Einheiten schon gegen 0.42 Uhr raus. Dort drohte ein Pavillon wegzufliegen. „Wir haben ihn mit Hilfe des Eigentümers gesichert“, sagt Richard Arndt, der am Mittwochfrüh den Dienst an der Neuruppiner Hauptwache hat. Insgesamt waren rund 20 Neuruppiner Feuerwehrleute in der Nacht und bis 7.30 Uhr morgens wegen der aktuellen Sturmschäden unterwegs.

„Bei uns war es ruhig“, sagt hingegen der Lindower Amtswehrführer Enrico Herwy. Das bestätigt auch der Rheinsberger Stadtbrandmeister Fred Kuball. Trotz Donner und Blitze mussten in beiden Bereichen keine der Mannschaften ausrücken.

Regen, aber wenig Wind im Amt Temnitz

Im Amt Temnitz gab es zwei Einsätze – allerdings wegen Unfälle auf der Autobahn. Amtswehrführer Sebastian Giesert vermutet, dass einer davon durchs Unwetter verursacht worden sein könnte.

„Zu dem Zeitpunkt gab es bei uns Gewitter und Starkregen.“ Das könnte zu dem Auffahrunfall geführt haben, bei dem sich ein Wagen überschlug und in der Böschung landete. Ansonsten seit die Temnitz-Region aber verschont geblieben. „Wir hatten zwar relativ viel Regen, aber wenig Wind, der woanders zu Baumstürzen geführt hat.“

Nur in Temnitzquell gab es laut Polizei Probleme. Die Ordnungshüter wurden dorthin gerufen, weil in der Nähe von Woltersdorf Bau mehrere Äste auf die Straße gefallen sind. Diese haben die Polizisten aber ohne weitere Hilfe weggeräumt, so Polizeisprecher Stefan Rannefeld.

Von Celina Aniol

Das kreiseigene Busunternehmen ORP will seine Mitarbeiter besser vor berufsbedingten Erkrankungen schützen. Fitnessübungen sollen Bewegungsmangel kompensieren. Die Teilnahme bleibt aber freiwillig.

10.06.2019
Wittstock/Dosse Mühlentag in Prignitz und Ruppin - Technische Denkmäler öffnen ihre Pforten

Am Pfingstmontag können Besucher wieder ein Stück Technikgeschichte erleben. Acht Mühlen aus der Region öffnen beim 26. Deutschen Mühlentag ihre Pforten und bieten neben Führungen auch Lifemusik und Hausgemachtes.

06.06.2019

Glimpflich ausgegangen ist kürzlich ein kleines Feuer im Wald bei Hakenberg. Dennoch haben die Wehrführer von Fehrbellin und Rheinsberg Angst, dass es in einem der Wälder bald richtig brennen könnte. Dafür gut gewappnet sind die Wehren nur teilweise.

08.06.2019