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Ostprignitz-Ruppin Suche nach Kita-Träger hat begonnen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Suche nach Kita-Träger hat begonnen
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19:57 29.12.2013
Kyritz

In dieser von der Stadt noch kurz vor Weihnachten veröffentlichten Ausschreibung für alle Interessenten heißt es einschränkend, dass mit der Teilnahme an dem Verfahren "kein Rechtsanspruch auf Betreibung der Einrichtung als Träger" besteht: "Die Stadt behält sich ausdrücklich vor, die Betreibung der Tageseinrichtung selbst vorzunehmen, wenn sie diese Leistung wirtschaftlich erbringen kann."

Zum Hintergrund wird erläutert, dass auf den Grundstücken Prinzenstraße 9/11 eine neue Kita für 60 Kinder geplant ist, darunter 36 Krippen- und 24 Kindergartenplätze. Auch der seit August geltende Rechtsanspruch von Eltern auf einen Krippenplatz wird erwähnt. Um diesem nachzukommen, so heißt es, "wird" die Stadt Kyritz "ihr Angebot mit dem Bau der neuen Kindereinrichtung" an der Prinzenstraße "erweitern". Fertigstellungstermin sei Ende 2015. Bewerber sollen ihre Unterlagen nun bis zum 20. Januar an das Rathaus schicken.

Unterdessen kritisiert der CDU-Stadtverband in einem auch öffentlich bekanntgemachten Brief an das Rathaus und alle Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung das Vorgehen rund um die Kita insgesamt. In dem vom Vorsitzenden Jürgen Freier unterzeichneten Schreiben weist die CDU etwa darauf hin, dass es noch längst keinen Beschluss für den Bau der Kita gibt. Allein die Stadtverwaltung wirke darauf hin, und sie schlug auch den Architektenwettbewerb vor. Doch lediglich auf diesen würden sich die bisherigen Beschlüsse beziehen. Denn: Sie "zeigen in den finanziellen Auswirkungen auf 40000 Euro hin. Damit kann die Stadt einen Wettbewerb finanzieren, aber sicher keine neue Kita bauen".

Nachdem der Wettbewerb vorbei war und im Oktober der Siegerentwurf vorgestellt wurde, hagelte es Kritik an der äußeren Gestaltung. Aber auch der Standort wurde in Frage gestellt, maßgeblich wegen der Lage unmittelbar an der viel befahrenen Prinzenstraße. Für Ende November war deshalb eine Sonderausschusssitzung einberufen worden. Bei dieser wurde klar gemacht, dass es einen hohen Bedarf an zusätzlichen Kita-Plätzen gibt und die Verkehrssituation in der Prinzenstraße ein lösbares Problem ist (die MAZ berichtete). Diesen Bedarf stellt der CDU-Stadtverband in seinem offenen Brief nicht in Frage. Im Gegenteil: Man habe seit 2009 wegen der schon damals bekannten Pläne der Bundesregierung mehrfach nachgefragt, ob die Stadt ausreichend Plätze zur Verfügung stellen kann, wenn der gesetzliche Anspruch realisiert wird. Drei Jahre lang sei das so auch bestätigt worden - aber laut CDU war das eine Fehldiagnose seitens der Stadt.

"Erstaunlicherweise haben wir nun seit 2012 den Fehlbedarf." Und gerade, weil dieser mit 40 bis 55 fehlenden Plätzen nun doch so hoch ist, müsse doch eine schnelle Lösung her, und nicht erst, wenn die neu gebaute Kita bezugsfertig ist. Laut CDU ist dies frühestens 2016 der Fall.

Als Lösung schlägt die Partei deshalb vor, das leerstehende Kitagebäude an der Holzhausener Straße kurzfristig als Hortgebäude auszubauen. Damit würden Kita-Plätze in Kyritz-West frei werden. "Gleichzeitig entfielen Fahrten von Hortkindern von der Goethe-Schule nach Kyritz-West und zurück." Sollte in zwei bis drei Jahren noch immer ein so hoher Kita-Platzbedarf bestehen, stünde einem weiteren Ausbau an der Holzhausener Straße nichts im Weg.

Auch geht für das eigentliche, und zwar städtebauliche Problem an der Prinzenstraße - die Baulücke nebst zu erhaltendem Fachwerkhaus - aus dem Brief ein Vorschlag hervor: "Hier ist ein idealer Standort für altersgerechtes Wohnen." Als gelungenes Beispiel wird die jetzt fertig sanierte Häuserzeile zwischen der Bach-Straße und der Hamburger Straße aufgeführt.

Von Matthias Anke

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