Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin TV-Star mit grünem Daumen
Lokales Ostprignitz-Ruppin TV-Star mit grünem Daumen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:57 19.09.2014
„Einen Garten zu bewirtschaften, macht weniger Arbeit, als man denkt“, findet Thomas Rudnick. Quelle: Madlen Wirtz
Dranse

Schon der Weg vom Haus bis zum Garten hat für Thomas Rudnick etwas Erquickendes. "Das ist doch herrlich, wenn man sein selbst angebautes Gemüse ernten kann. Also frischer geht es nun wirklich nicht", schwärmt der Schauspieler aus dem Wittstocker Ortsteil Dranse. Bevor er sich zu den Salatspitzen herunterbückt und dabei hinter den 60 bis 80 Zentimeter hohen Mangoldblättern verschwindet, geht er durch den Garten des Federviehs. Familienhund "Cara", eine blonde Hovawartdame, muss unterdessen die Pforte hüten.

Die Hündin sieht die Hühner und Gänse nur durch die senkrechten Zaunstäbe."Ich mag solche Staketenzäune. So waren schon früher die Bauerngärten umzäunt", erzählt Thomas Rudnick. Der Hobbygärtner hat seinen Zaun selbst aufgebaut. So, wie er in seinem Garten alles andere auch selbst gemacht hat. "Einen Garten zu bewirtschaften, macht weniger Arbeit, als man denkt", sagt er. "Anfänglich, wenn die Pflanzen noch so klein sind, muss man öfter Unkraut zupfen, aber nicht mehr, wenn alles dicht bewachsen ist."

Vor allem für Salate hat Thomas Rudnick eine große Schwäche. Vom Frühjahr bis in den Spätherbst erntet er ganz verschiedene Salate. Die Winterendivie etwa ist gut zu kultivieren. Je nach Aussaat hat man bis in den November was davon.

Auch Kartoffeln wachsen im Garten des Dransers. Nicht irgendwelche, sondern historische Sorten wie die irische "Cara" und die älteste bekannte Sorte namens "Tannenzapfen". "Das 'Bamberger Hörnchen' habe ich auch angebaut. Die Sorte macht sich gut für Kartoffelsalat", erklärt er.

Ein Feinschmecker ist der Schauspieler ja sowieso. Er kocht gerne und bereitet gerne Salate zu. "Auf das Eiskraut bin ich schon sehr gespannt. Allein schon die Blüte ist eine Zierde. Das Kraut selbst ist knackig und leicht salzig", sagt Thomas Rudnick.

Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete Pflanze gedeiht in den wärmeren Regionen auf Fels- oder Sandstränden. In Dranse braucht sich das Eiskraut nicht erst durch unwegsames Gelände zu quälen, damit es an etwas Nahrhaftes im Boden gelangt. Der Hobbygärtner hat das Gelände mit Mutterboden aufschütten lassen und im Herbst traditionell mit Mist gedüngt. Auf künstlichen Dünger und chemische Keule verzichtet er. Thomas Rudnick schwört auf Bio - alles wächst ganz natürlich. Der Dranser ist sich sicher, dass man das herausschmeckt, woher was kommt.

Erst vor vier Jahren zog der Schauspieler von Berlin in den Wittstocker Ortsteil. "Man lebt mehr im Einklang mit den Jahreszeiten", sagt er. "Und wenn ich sehe, wie etwas wächst, freut sich die Seele. Gärtnern ist auch ein wenig wie Therapie, wenn's mal im Job nicht so klappt."

Der Anbau historischer Saaten ist nach Einschätzung des Stadtflüchtlings keine allzu große gärtnerische Herausforderung. Thomas Rudnick achtet darauf, dass es sich um bereits in der Region kultivierte Sorten handelt. "Die sind schon an das Klima und die Bodenverhältnisse gewöhnt, sodass man gleich einen guten Ertrag hat", sagt er. Einen Teil des Gemüses vermehrt der Salatfan selbst. Ein paar helle und dunkle Romanasalate tragen jetzt ihre Samenkapseln. Mehrere Generationen Kartoffeln leben ebenfalls im Garten des Dransers Jahr für Jahr auf.

Von Madlen Wirtz

Ostprignitz-Ruppin Vierstelliger Betrag für die Stiftung "Leben mit Krebs" eingenommen - Chefarzt wird zum Drogeriemarkt-Verkäufer

Routiniert zieht Bernd Christensen eine Flasche Apfelsaft, Babynahrung und ein großes Windelpaket über den Scanner. "Brauchen Sie eine Tüte?", fragt der Chefarzt der Ruppiner Kliniken, als ob er nie etwas anderes machen würde. Der Mediziner saß am Sonnabend für eine Stunde an der Kasse des DM-Drogeriemarktes in Neuruppin. Aus gutem Grund.

16.09.2014
Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe holte am Sonntag auch die verschobene Kommunalwahl nach - Gemeindevertretung ohne Überraschung

In Heiligengrabe musste während der Landtagswahl am Sonntag auch die Gemeindevertretung nachgewählt werden. Im ersten Anlauf im Mai war dies zunächst schief gegangen, weil ein Name auf den Wahlzetteln fehlte. Diesmal lief dagegen alles glatt.

16.09.2014
Ostprignitz-Ruppin Gruppenführung als Probelauf mit Stadtführer Peter Krause im nächtlichen Wittstock - Mit neuer Idee durch die alte Stadt spaziert

Für seine unterschiedlich thematisierten Stadtführungen ist Wittstock bereits bei hunderten Stadtbesuchern bekannt. Immer öfter werden diese Stadtführungen auch als Gutschein zu Geburtstagen verschenkt. Nun gab es sogar einen Probelauf für eine nächtliche Stadtführung.

16.09.2014