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Ostprignitz-Ruppin Umbau des Bahnhofs kommt voran
Lokales Ostprignitz-Ruppin Umbau des Bahnhofs kommt voran
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18:08 08.01.2018
Das Bahnhofshauptgebäude und der Vorplatz sind momentan eine Baustelle.
Das Bahnhofshauptgebäude und der Vorplatz sind momentan eine Baustelle. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Das alte Hauptgebäude des Wittstocker Bahnhofs wird schon bald in neuem Glanz erstrahlen. Die Arbeiten laufen. Das Haus ist entkernt und befindet sich nun auf dem Weg in die Zukunft: Das Dach wurde bereits erneuert. Gleiches gilt für die meisten Fenster. Zum Teil seien sie aber auch neu aufgearbeitet worden, sagt Roswitha Hruby vom Bauamt der Stadt.

Der Rohbau sei weitgehend erledigt; die Innendämmung zu etwa 70 Prozent abgeschlossen. Obwohl die Räume noch unfertig sind, steht bereits fest, wie sie später einmal genutzt werden sollen: Wer das Gebäude vom Bahnhofsvorplatz aus betritt, gelangt zunächst in ein modern gestaltetes Foyer mit Sitzgelegenheiten und Toiletten.

Touristinformation und Ämter auf einer Achse

Linkerhand geht es dann zur Touristinformation, die so auch in der Lage sein wird, größere Besuchergruppen adäquat zu empfangen und zu betreuen. Auf der rechten Seite werden jene Bereiche der Stadtverwaltung untergebracht, die besonders stark von Besuchern frequentiert werden: Bürgerbüro, Standesamt, Ordnungsamt, Zulassungsstelle; außerdem werde ein Büro vom

Blick ins Innere des Bahnhofs-Haupthauses: Vom Eingangsbereich geht es künftig zu mehreren Büros mit öffentlicher Relevanz. Quelle: Björn Wagener

Landkreis genutzt, teilt Bürgermeister Jörg Gehrmann mit. Das Gebäude könne zudem künftig wieder als Durchgang zu den Bahnsteigen benutzt werden – jedenfalls zu den Öffnungszeiten der Verwaltung. In der oberen Etage werden ebenfalls Büroräume eingerichtet. Das Dachgeschoss werde nicht angetastet.

So sieht derzeit die Planung für die endgültige Nutzung nach der Landesgartenschau aus. Für die Zeit während der Schau wird es so sein, dass die Touristinformation bereits eingezogen ist, auf der anderen Seite jedoch lediglich der Ticketverkauf für die Laga stattfindet. Laut Christian Hernjokl, dem Geschäftsführer der gemeinnützigen Laga-Gesellschaft, solle der Verkauf aus den Fenstern zum Bahnhofsvorplatz hin ermöglicht werden. Nach der Laga werden dann die Büros für die genannten Bereiche eingerichtet und bezogen. Baulich müsse dann nichts mehr verändert werden, sagt Roswitha Hruby.

3,7 Millionen Euro fließen ins Hauptgebäude

In das Hauptgebäude werden laut Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler 3,7 Millionen Euro investiert. Etwa zwei Drittel davon würden gefördert, den Rest steuere die Stadt aus Eigenmitteln bei. In das alte Empfangsgebäude rechts neben dem Haupthaus flössen rund 1,7 Millionen Euro. Zur Laga solle es zumindest so weit hergestellt sein, dass es äußerlich keinen Baustellen-Anblick mehr bietet. Perspektivisch sollen dort drei Arztpraxen einziehen. „Der Bahnhof hat mehr Zukunft als mancher glaubt – nicht nur im Hinblick auf die Bahn, sondern auf Mobilität ganz allgemein“, sagt Bürgermeister Gehrmann und denkt dabei zum Beispiel an Aufladestationen für E-Bikes.

Von Björn Wagener