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Ostprignitz-Ruppin Umbau des Hortes wird wieder teurer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Umbau des Hortes wird wieder teurer
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18:55 13.12.2017
Das Gebäude des Schulhortes in Gildenhall war in wesentlich schlechterem Zustand als vor Beginn der Bauarbeiten erwartet. Quelle: Peter Geisler (Archiv)
Neuruppin

Die Sanierung des denkmalgeschützten Hortgebäudes in Gildenhall wird erneut teurer. Fast eine Viertelmillion Euro kosten die Arbeiten mehr, als zuletzt bekannt war. Das geht aus einer Vorlage der Neuruppiner Stadtverwaltung für die Abgeordneten hervor.

Bereits im Mai hatte die Stadtverwaltung gewarnt, dass die ursprünglich geplante Bausumme von 1,7 Millionen Euro nicht ausreichen wird. Nach der Ausschreibung der Bauarbeiten hatte sich gezeigt, dass viele Firmen deutlich höhere Summen verlangen, als das Bauamt zuvor ausgerechnet hatte. Damals kletterten die voraussichtlichen Baukosten auf 2,04 Millionen Euro.

Zum zweiten Mal Mehrkosten

Inzwischen ist aber klar, dass auch dieses Geld auf keinen Fall ausreichen wird. Die Stadtverordneten sollen am Montag erneute Zusatzkosten von rund 225 000 Euro absegnen.

Dass solche Zusatzkosten auf die Stadt zukommen, war schon seit etlichen Wochen abzusehen. Bau­dezernent Arne Krohn hatte sie bereits beim Richtfest Mitte Oktober angedeutet. Die Arbeiten am Hortgebäude sind deutlich aufwändiger als erwartet. Der starke Regen im vergangenen Frühjahr und im Sommer machte den Bauleuten zusätzlich zu schaffen.

Bereits im Sommer wurde deutlich, dass die Arbeiten am Hort in Gildenhall schwierig werden würden. Quelle: Peter Geisler

Im Rohbau ist der Schulhort in Gildenhall weitgehend fertig. In den kommenden Monaten muss der Innenausbau folgen. Die Fundamente der Gebäude waren jedoch in viel schlechterem Zustand als erhofft. Probleme mit dem Fundament muss es schon früher gegeben haben. Aus den alten Unterlagen war das aber nicht zu erkennen. An einigen Stellen musste die Firmen den Boden fast vier Meter tief aufgraben, um die Gründung der Gebäude stabilisieren zu können. Wegen des Regens ging das nicht ohne eine aufwändige Absenkung des Grundwassers, heißt es jetzt aus dem Neuruppiner Bauamt.

Schon vor der Sanierung hatten Baufachleute die Substanz des Gebäudes an mehreren Stellen untersucht. Doch in wie schlechtem Zustand etwa das Mauerwerk an verschiedenen Stellen tatsächlich war, zeigte sich erst, als der Putz auf größeren Flächen entfernt war.

Stadt rechnet mit Hilfe vom Land

Insgesamt schätzt die Stadtverwaltung die Baukosten nach dem jetzigen Stand auf voraussichtlich gut 2,26 Millionen Euro. Die Stadt kann mit beträchtlichen Fördermitteln rechnen. Auch für die Zusatzkosten, sagt Arne Krohn: „Wir haben mit dem zuständigen Landesamt Kontakt aufgenommen, dass wir auch weiterhin im Förderprogramm drin sind.“ Von den zusätzlichen Ausgaben muss Neuruppin lediglich rund 61 000 Euro selbst übernehmen.

Die teureren Arbeiten sind zum großen Teil längst erledigt. Ohnehin drängt die Zeit. Ziel ist es nach wie vor, den rundum sanierten und erweiterten Schulhort an der Grundschule in Gildenhall mit Beginn des Schuljahres im Sommer in Betrieb zu nehmen.

Sanierung jahrelang verschoben

Dass der Umbau teuer werden würde, war allen Beteiligten schon vor Beginn der Arbeiten klar. Jahrelang hatte Neuruppin die Sanierung immer wieder verschoben. Am Ende war das Hortgebäude in so miserablem Zustand, dass das Landesjugendamt damit gedroht hatte, die Betriebsgenehmigung als Schulhort zu entziehen, wenn die Stadt nicht schnell handelt.

Den Hort aufzugeben kam nicht infrage; dafür reichen die Plätze in anderen Einrichtungen nicht aus. Auch die Idee eines Neubaus verwarf die Stadtverwaltung wieder. Zum einen wäre der kaum billiger geworden, zum anderen fehlten dafür auch Flächen in der Nähe der Gildenhaller Grundschule. Am Ende lief es auf eine Sanierung des rund 100 Jahre alten Atelierhauses der einstigen Kunsthandwerkersiedlung und des Anbaus aus DDR-Zeiten hinaus.

Der Hort wird der modernste in Neuruppin, die benachbarte Grundschule aus DDR-Zeiten ist dagegen noch weitgehend unsaniert. Vor einer Woche hatte Finanzminister Christian Görke Neurupin einen Zuschuss von mehr als vier Millionen Euro für Investitionen im Bildungsbereich angekündigt. Ein Teil dieses Geldes könnte auch in das Gildenhaller Schulhaus fließen.

Von Reyk Grunow

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