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Ostprignitz-Ruppin Unternehmer wollen ihre Heimat voranbringen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Unternehmer wollen ihre Heimat voranbringen
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15:59 26.03.2017
In gemütlicher Runde tauschten sich die Teilnehmer aus. Quelle: Christian Bark
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Freyenstein

Das Konzept ist eigentlich ganz einfach: interessierte Unternehmer aus Freyenstein und Umgebung treffen sich in gemütlicher Runde und tauschen sich zu Themen, die den Ort voranbringen könnten, aus. Mit diesem Ziel hatte Bodo Herlaß im November vergangenen Jahres den Freyensteiner Unternehmerstammtisch ins Leben gerufen. „Das erste Treffen war sehr spärlich besucht“, erinnerte er sich. Es sei gar nicht so leicht, Unternehmer im Ort dafür zu begeistern

Beim zweiten Stammtisch am Freitagabend war die Runde etwas größer. „Das muss sich erst entwickeln“, sagte Jutta Techen. Die Versicherungsmaklerin war an diesem Abend erstmals zum Unternehmerstammtisch in den Hirschhof Hildebrandt gekommen. „Weil mir Freyenstein am Herzen liegt“, erklärte sie. Sie sah das Treffen als Möglichkeit, sich über Probleme für Unternehmer auszutauschen. „Das kostet etwas Überwindung“, sagte Jutta Techen. Aber es könne sich lohnen.

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Erfahrungsaustausch gewollt

Das sah auch Björn Hildebrandt so. „Die Erfahrungen anderer zu hören, ist gerade für junge Unternehmer wie mich wichtig“, sagte er. Tipps könne er von Bodo Herlaß für die Neugestaltung seiner Webseite gebrauchen. Um Erfahrungen und Kontakte auszutauschen, war auch Daniel Buchwald zum Stammtisch erschienen. Seine Firma pflegt Grünanlagen, vornehmlich im Bereich von Solarparks. Seit 2008 ist er selbstständig, allerdings weniger in der Region sondern mehr auswärts unterwegs, wie er berichtete. „Ich möchte vor allem in der Region tätig sein“, betonte er. „Solaranlagen gibt es hier doch genug“, bemerkte Jutta Techen. Doch mit deren Pflege seien schon andere Firmen beauftragt, zumeist aus dem Gebiet, wo der Anlagenbetreiber ansässig ist, informierte Daniel Buchwald.

Die Stammtischteilnehmer sprachen aber nicht nur über ihre eigene Situation, im Fokus stand der Ort Freyenstein. Doch es scheint Bodo Herlaß zufolge wenig Motivation zu geben, dass sich Gewerbetreibende zusammenschließen und gemeinsame Projekte auf die Beine stellen. Als Beispiel nannte er das Vorhaben eines gemeinsamen Freyensteinstandes auf der Wittstocker Gewerbeschau im vergangenen Jahr. „Daraus ist leider nichts geworden“, blickte Herlaß zurück. Dabei müsse sich der Ort nicht verstecken. „Landschaftlich ist das ein Traum hier“, sagte der Unternehmer. Um das Gewerbe zu stärken, könnten sich Unternehmer vielleicht beim Stadtfest präsentieren. Die Idee gefiel auch Jutta Techen und Björn Hildebrandt. Beim nächsten Stammtisch wollen sie diese Gedanken fortführen.

Von Christian Bark

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